Harburg
Ausflugstipp

Pflanzenmarkt und weiße Ziegen

Hausziegen Josepha und Julischka im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Hausziegen Josepha und Julischka im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Foto: FLMK

100 Anbieter aus dem Inland und Ausland von den Niederlanden bis Polen präsentieren dann ihre Pflanzen. Auch die neuesten Bewohner sind zu sehen

Ehestorf. Die Pflanzenmärkte am Kiekeberg zählen regelmäßig zu den bestbesuchten Veranstaltungen des Freilichtmuseums – kein Wunder bei der Auswahl: Mehr als 100 Anbieter aus dem Inland und Ausland von den Niederlanden bis Polen präsentieren dann ihre Pflanzen.

In diesem Jahr stehen beim sommerlichen Pflanzenmarkt die Wildpflanzen im Mittelpunkt, zu denen der Extrembotaniker Jürgen Feder spezielle Führungen gibt.

Der sommerliche Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum am Kiekeberg zählt zu den schönsten in Norddeutschland. In diesem Jahr lassen sich die Besucher zum Thema Wildpflanzen inspirieren. Der Botanik-Experte Jürgen Feder bietet an beiden Tagen um 11, 13 und 15 Uhr Führungen zu Wildpflanzen auf dem Museumsgelände an.

Seltene Stauden und Neuzüchtungen

In den Gärten und historischen Gebäuden stöbern die Besucher durch das vielseitige Angebot der Gartenkleinbetriebe und Pflanzenspezialisten: Es gibt seltene Stauden und Neuzüchtungen, Kübelpflanzen, alte Nutzpflanzen sowie Kräuter, Obstsorten und Blumenzwiebeln zu entdecken.

Von Fachleuten erfahren Besucher, wie sie ihre grünen Schätze richtig pflegen. Praktische Gartenwerkzeuge und individuelles Kunsthandwerk wie Keramik und Schmiedeeisernes gehören ebenfalls zum Angebot des Pflanzenmarkts. Kinder pflanzen beim Mitmachprogramm Kräuter und verzieren Blumentöpfe.

Die Pflanzenmärkte am Kiekeberg sind bekannt für ihre große Auswahl hochwertiger Gewächse. Sie ziehen gleichermaßen Hobbygärtner wie auch Fachkundige aus dem Hamburger Umland und dem nahen Ausland an. Im August sind viele Gewächse in voller Blüte – die Besucher erkennen gut, welche Pflanzen zum eigenen Garten passen.

Julischka und Josepha sind Mutter und Tochter

Beim Besuch des Museums besteht auch Gelegenheit, die neuesten Bewohner kennenzulernen: Die Hausziegen Julischka und Josepha sind Mutter und Tochter. Die weißen Hausziegen sind widerstandsfähig gegen Krankheiten, anspruchslos beim Futter und sehr anpassungsfähig.

Ziegen zu halten ist daher im Vergleich zu anderen Tierarten günstig. Zudem lieferten sie den Bauern früher neben Milch auch Fleisch, Fell und Dung. Die Ziegenhaltung hat eine lange Tradition. Dabei kam es dem einfachen Volk nicht darauf an, eine bestimmte Rasse zu züchten.

Häufig gab es im ganzen Dorf nur einen Bock. Da erst Ende des 19. Jahrhunderts Regelungen über Zucht und Haltung veranlasst wurden, gibt es keine typische Rasse für die Region. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg hält daher, wie um 1900 üblich, weiße Hausziegen.

Sommerlicher Pflanzenmarkt im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Sonnabend/Sonntag, 24./25. August, 10-18 Uhr, Eintritt 9 Euro für Besucher ab 18 Jahre