Harburg
Forstamt Sellhorn

Neuer Oberförster übernimmt im Kleckerwald

Im Niedersächsischen Forstamt Sellhorn übernimmt Claudius Fricke  (35) zum 1. September die Leitung der Revierförsterei Kleckerwald.

Im Niedersächsischen Forstamt Sellhorn übernimmt Claudius Fricke  (35) zum 1. September die Leitung der Revierförsterei Kleckerwald.

Foto: Forstamt Sellhorn / HA

Claudius Fricke wird Leiter der Revierförsterei. Er will den Kleckerwald fit für den Klimawandel machen.

Buchholz/Klecken..  Im Niedersächsischen Forstamt Sellhorn übernimmt Claudius Fricke zum 1. September die Leitung der Revierförsterei Kleckerwald. Er löst seinen pensionierten Vorgänger Burchard Scholz ab.

Das Aufgabenspektrum der Revierleitung Kleckerwald umfasst heute die Bewirtschaftung von 1056 Hektar Landeswald und die Betreuung von 162 Hektar Genossenschaftswald. Mit der Lage der Waldflächen im Ballungsraum Hamburg kommt hier der Erholungsnutzung eine besondere Bedeutung zu. Die Berücksichtigung der Freizeitnutzungen ist daher bei allen forstlichen Arbeiten im Wald eine besondere Herausforderung.

Der neue Förster kehrt in seine Heimat zurück

Der aus Scharnebeck stammende Claudius Fricke wollte bereits seit seiner Kindheit Förster werden, um irgendwann einmal eine Försterei in der Region zu übernehmen. Nach seinem Studium in Göttingen und einem Auslandsemester in Schweden wurde er 2013 bei den Niedersächsischen Landesforsten eingestellt. Zuletzt leitete der 35-Jährige die Revierförsterei Velpke im Forstamt Wolfenbüttel. Als die Försterei Kleckerwald ausgeschrieben wurde, war für ihn klar, dass sich ihm jetzt die Chance bietet, in eine eine heimatnahe Region zurückzukehren. „Dass es nun geklappt hat, ist ein Traum“, sagt Claudius Fricke. Besonders freue ich mich auch auf die Betreuung der Genossenschaftswälder, aus meiner Tätigkeit in Velpke bringe ich hier bereits viel Erfahrung mit.“

Die Försterei Kleckerwald zeichnet sich durch eine bunte Baumarten­mischung und einen hohen Anteil an Altbeständen aus. Eine der Hauptaufgaben des neuen Försters ist die vorsichtige Nutzung des starken Holzes mit Blick auf den nachwachsenden Wald. Claudius Fricke erklärt, was das bedeutet: „In vielen Fällen kann ich mit den natürlich ankommenden Baumarten arbeiten, hier muss ich nur steuernd eingreifen. Aber da, wo es nötig ist, werde ich durch Pflanzungen Nadelholzbestände in klimaangepasste, standortgerechte Mischwälder umwandeln.“

Ziel ist die langfristige ökologische Waldentwicklung

Der Waldumbau mit den Mitteln des naturgemäßen Waldbaus ist hier weit vorangeschritten. Das Konzept der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz LÖWE – gilt es konsequent fortzuführen, damit die Wälder dem Klimawandel besser trotzen können.

Solange Claudius Fricke keine Wohnung im Einzugsbereich Kleckerwald gefunden hat, wird er von seinem Büro im Forstamt Sellhorn aus arbeiten. Dort ist er unter Telefon 05194-98 94 30 oder mobil unter 0160-95 05 64 87 zu erreichen. Informationen zum Forstamt Sellhorn gibt es auf www.landesforsten.de/forstaemter/sellhorn.