Harburg
Schriftzüge

Mit bunter Kreide für den Klimaschutz

Passantin Polina Krileva mit Sohn Elias gefällt die Aktion der Klima-Schützer in Harburgs City.

Passantin Polina Krileva mit Sohn Elias gefällt die Aktion der Klima-Schützer in Harburgs City.

Foto: Jörg Riefenstahl

Parolen in der Harburger Innenstadt sorgen für Aufsehen. Ist das erlaubt? Wer steckt dahinter?

Harburg.. Protest von Klimaschützern hat am Dienstag die Aufmerksamkeit vieler Passanten in der Harburger Innenstadt auf sich gezogen: Großformatige Parolen auf dem Pflaster durchzogen die City – von der „Lü“ über Wils-torfer Straße, Moorstraße bis hin zum Seeveplatz.

„Geld ist nicht essbar“, „Klimakrise – tu’ was“, „Stoppt die Verschwendung“, „Autofreie Städte“ war in übergroßen Lettern auf dem Trottoir der Einkaufsmeile zu entziffern. „Keine Bienen – keine Menschen“, „Rebellion für das Überleben“, „Klimakrise Wahrnehmen“ und „Danke, dass Du Rad fährst“, lauteten weitere Botschaften. Wer steckt hinter der Aktion? Inititiatoren waren junge Harburger Klimaschützer, die sich der weltweiten Bewegung „Extinction Rebellion“ zurechnen. Sie hatten den bunten Protest im Rahmen einer Demonstration beim Harburger Bezirksamt und bei der Polizei offiziell angemeldet.

Bereits am Sonnabend hatten sich rund 30 Harburger Aktivisten der „Extinction Rebellion“ an verschiedenen Orten auf das Pflaster gelegt, um mit dem „Massensterben“ auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. „Extinction Rebellion“ (XR) richtet sich gegen das „Massenaussterben von Tieren und Pflanzen“ und das „mögliche Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise“. Symbol der Gruppe ist eine Sanduhr im Kreis. XR verfolgt drei Ziele: die „Wahrheit der klimatischen Veränderung und deren Folgen“ in den Fokus der Öffentlichkeit stellen; mit „sofortigem Umsteuern in der Klimapolitik“ die Netto-Null-Treibhausgas-Emission bis zum Jahr 2025 erreichen; auf öffentlichen Versammlungen Wege zur Überwindung der Klimakrise entwickeln. Passanten zeigten sich beeindruckt von der Kreide-Aktion. „Ich finde es gut, dass auf diese Weise für das Klima-Thema sensibilisiert wird“, sagte ein junger Mann, der mit dem Rad in der Innstadt unterwegs war. „Die Aktion gefällt mir. Es muss etwas geschehen“, ergänzte Passantin Polina Krileva, die ihren kleinen Sohn Elias im Kinderwagen mit einem Tuch gegen Sonnenstrahlen schützte.