Jetzt eröffnet

„German Heimat“ auf der Veddel

Zur Eröffnung von „German Heimat“ kamen die US-Vizekonsulin Laura Hammond (l.) und die Initiatorin der Ausstellung, Marion Hahnfeldt, zu Volker Reimers in die Ballinstadt.

Zur Eröffnung von „German Heimat“ kamen die US-Vizekonsulin Laura Hammond (l.) und die Initiatorin der Ausstellung, Marion Hahnfeldt, zu Volker Reimers in die Ballinstadt.

Foto: Auswanderermuseum BallinStadt

Auswanderermuseum Ballinstadt erweitert seine Hauptausstellung mit Porträts von Nachfahren deutscher Siedler.

Veddel. Deutsch-Amerikaner machen die größte ethnische Bevölkerungsgruppe in den USA aus. Doch welche Wege lassen sich von den deutschen Siedlern des 19. Jahrhunderts bis heute nachzeichnen? Diesen Fragen geht die Journalistin Marion Hahnfeldt in ihrer Porträtreihe „German Heimat“ nach, die jetzt als Teil der Hauptausstellung in der Ballinstadt eröffnet wurde.

„You can’t go into the future if you don’t know the past“: Mit „German Heimat“ stellt das Auswanderermuseum Ballinstadt Nachfahren deutscher Siedler in den USA in den Mittelpunkt, die jeweils eine ganz unterschiedliche Definition von Heimat für sich gefunden haben. Drei Monate lang hat die Journalistin Marion Hahnfeldt Interviews mit verschiedenen Menschen in den USA geführt. „Es geht darum, Wege nachzuzeichnen und Brücken zu bauen. Zwischen Amerika und Deutschland.“, so Hahnfeldt.

Am 4. Juli, zum Amerikanischen Nationalfeiertag, wurde „German Heimat. Wie deutsch sind die USA?“ im Beisein der stellvertretenden US-Konsulin Laura Hammond eröffnet. „Die Ausstellungseröffnung passt hervorragend zum amerikanischen Unabhängigkeitstag heute“, so Hammond. „An diesem Tag feiern wir die Werte und Ideale, die für die Vereinigten Staaten von Amerika 2019 von genauso zentraler Bedeutung sind wie vor 243 Jahren. Es waren die in der Unabhängigkeitserklärung verankerten unveräußerlichen Rechte, die deutsche Auswanderer im 19. Jahrhundert in die USA zogen: Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.“

Mitgebrachte eigene Kultur war ein Anker

Im Auswanderermuseum Ballinstadt erhalten Hahnfeldts Porträts einen dauerhaften Platz in der Hauptausstellung. Hier werden sie auch Teil der Fragestellung, wann der Prozess der Migration als abgeschlossen betrachtet werden kann. „Es dauert oft Jahre, bis ein Einwanderer das Land, in dem er lebt, als seine Heimat bezeichnet und das Gefühl hat, angekommen zu sein“, so Ballinstadt-Geschäftsführer Volker Reimers. „Die mitgebrachte eigene Kultur ist dabei ein Anker, der über die Verluste, die durch das Weggehen entstanden sind, hinweghilft. Selbst Nachfahren bedienen sich dieser eingewanderten Kultur, um sich ihrer Herkunft stets bewusst zu bleiben.“

Das Auswanderermuseum Ballinstadt Hamburg wurde im Juli 2007 eröffnet und konnte seitdem mehr als eine Million Besucher begrüßen. Nach einer Erweiterung der Ausstellung im Mai 2016 zeigt das Museum heute die Migrationsgeschichte der Menschen vom 16. Jahrhundert bis heute.

German Heimat. Wie deutsch sind die USA? Ballinstadt, Veddeler Bogen 2, Haus 2, Eintritt: Erwachsene 13 Euro, Kinder bis 12 Jahre 7 Euro, geöffnet täglich 10-18 Uhr