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Uni-Chef Sascha Spoun kehrt Lüneburg den Rücken

Sascha Spoun wechselt nach Göttingen

Sascha Spoun wechselt nach Göttingen

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Sa­scha Spoun, Präsi­dent der Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg, ist vom Se­nat der Uni­ver­sität Göttin­gen zum Präsi­den­ten gewählt worden

Lüneburg.  Sa­scha Spoun, Präsi­dent der Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg, ist vom Se­nat der Ge­org-Au­gust-Uni­ver­sität Göttin­gen zum neu­en Präsi­den­ten gewählt worden. Spoun wird sein Amt im kommenden Jahr antreten.

Der 50-jähri­ge Wirt­schafts- und Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler Spoun war im Zuge der Kan­di­da­ten­fin­dung für das Göttin­ger Präsi­den­ten­amt von Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten dar­um ge­be­ten wor­den, sei­ne Ex­per­ti­se in den Pro­zess ein­zu­brin­gen, die zuständi­gen Gre­mi­en der Uni­ver­sität zu be­ra­ten und zu un­terstützen. Die zahl­rei­chen Gespräche mit Ver­tre­tern un­ter­schied­li­cher Be­rei­che der Uni­ver­sität führ­ten im Lau­fe des Pro­zes­ses zu der Über­le­gung, dass Sascha Spoun selbst ein ge­eig­ne­ter Kan­di­dat sein könnte. Schließlich konn­ten die Ver­ant­wort­li­chen in Göttin­gen ihn da­von über­zeu­gen, sich für das Präsi­den­ten­amt zur Verfügung zu stel­len.

Leu­pha­na auf ei­nem aus­sichts­rei­chen Ent­wick­lungs­pfad

„Die Wahl ver­ste­he ich als Auf­trag zur Wei­ter­ent­wick­lung der Uni­ver­sität Göttin­gen. Ich wer­te sie zu­gleich als An­er­ken­nung ei­ner re­nom­mier­ten Tra­di­ti­ons­uni­ver­sität für die Er­geb­nis­se der Uni­ver­sitätsent­wick­lung in Lüne­burg“, sag­te Spoun. Dank der ge­mein­sa­men An­stren­gung al­ler Be­tei­lig­ten sei es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­lun­gen, die Leu­pha­na auf ei­nen aus­sichts­rei­chen Ent­wick­lungs­pfad zu brin­gen. De­ren für Deutsch­land un­gewöhn­li­ches Uni­ver­sitäts- und Stu­di­en­mo­dell habe sich bewährt. Künf­tig an der Uni­ver­sität Göttin­gen zu ar­bei­ten, sei eine neue Her­aus­for­de­rung, an­ge­sichts der sich wan­deln­den Wis­sen­schafts­land­schaft.

Spoun hatte sein Amt im Mai 2006 an­ge­tre­ten

Sa­scha Spoun wur­de im Herbst 2005 in Lüne­burg gewählt und hat­te sein Amt im Mai 2006 an­ge­tre­ten. Als Präsi­dent der nie­dersäch­si­schen Mo­dell­uni­ver­sität für den Bo­lo­gna-Pro­zess hat­te er eine weg­wei­sen­de Neu­aus­rich­tung der Lüne­bur­ger Hoch­schu­le ein­ge­lei­tet und eine grund­le­gen­de Re­form rea­li­siert. Das neue Stu­di­en- und Uni­ver­sitäts­mo­dell der Leu­pha­na mit Col­le­ge, Gra­dua­te- und Pro­fes­sio­nal School er­ziel­te bun­des­wei­te Be­ach­tung und wur­de mehr­fach aus­ge­zeich­net. Vier Wis­sen­schafts­in­itia­ti­ven, ge­tra­gen von vier Fa­kultäten, prägen das Bild der Leu­pha­na: Bil­dung, Kul­tur, Nach­hal­tig­keit so­wie Ma­nage­ment und un­ter­neh­me­ri­sches Han­deln.

Auf­bruch der Leu­pha­na zu ei­ner Mo­dell­uni­ver­sität

Weit über die Gren­zen Lüne­burgs hin­aus be­kannt wur­de die Leu­pha­na auch durch das En­ga­ge­ment des in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Ar­chi­tek­ten Da­ni­el Li­bes­kind. Auf dem Lüne­bur­ger Cam­pus ent­stand ein neu­es Zen­tral­gebäude nach dessen Plänen. Es sym­bo­li­siert den Auf­bruch der Leu­pha­na zu ei­ner Mo­dell­uni­ver­sität in Deutsch­land.

„Ich möchte Herrn Spoun gratulieren! ich gönne ihm diesen Karriereschritt von Herzen. Sascha Spoun hat unsere Universität auf einen guten, zukunftsfähigen Kurs gebracht und zu dem gemacht, wie sie heute dasteht, als wichtiger Standortfaktor in der Region“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge.