Harburg
Gastronomie

Gründer ist zurück in seiner Traditionskneipe

Heiko Hornbacher (Mitte) schwingt seit Sonnabend wieder das Zepter im "Donnerwetter". Joanna Jacinto Borges und Jörg Schwantz gehören zum neuen Team.

Heiko Hornbacher (Mitte) schwingt seit Sonnabend wieder das Zepter im "Donnerwetter". Joanna Jacinto Borges und Jörg Schwantz gehören zum neuen Team.

Foto: Lars Hansen / xl

Für den Wirt ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln. Vor 34 Jahren hatten Heiko Hornbacher und sein Partner das „Donnerwetter“ gegründet

Neugraben. Nachdem Matze Winkelmann Tschüs gesagt hat, macht Heiko Hornbacher weiter. Das „Donnerwetter“ steht seit Sonnabend unter Hornbachers persönlicher Regie. Für den Wirt ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Nachdem Pächter Winkelmann am letzten Mai-Wochenende seinen Abschied aus der Neugrabener Kneipe gab und am Freitag tatsächlich zum letzten Mal das Lokal abschloss, dachten viele Neugrabener, dass dies das Aus für das Donnerwetter sei. Immerhin stand so etwas im Internet. Aber schon am Sonnabend ging es – fast – nahtlos weiter.

„Gute Wirte wachsen ja nicht auf Bäumen!“

Der „neue“ Wirt Heiko Hornbacher und sein Team waren noch beim Einräumen der Ware und der Inbetriebnahme der Anlagen, als die ersten Gäste kamen. Deren Freibier war zwar noch nicht durchgekühlt, aber sie nahmen es gelassen: Es überwog die Freude darüber, eben nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. „Als Matze den Pachtvertrag kündigte, musste ich eine Entscheidung treffen“, sagt Kneipenbesitzer Hornbacher. „Denn so gute Wirte, wie er einer ist, wachsen ja nicht auf Bäumen. Also entschloss ich mich, den Laden wieder selbst zu schmeißen.“

Hornbachers Herz hing aber immer am Donnerwetter

Vor 34 Jahren hatten Heiko Hornbacher und sein Partner Peter Hommel das „Donnerwetter“ gegründet. Daraus entstand ein kleines Gastronomie-Imperium: Villa Hausbruch, Goldener Engel, Beach Club, Bootshaus, Café Central, Drive Inn, das Außenmühlenfest sowie diverse Stadtfeste wurden von zwei engen Büros über dem „Donnerwetter“ aus gelenkt. Hornbachers Herz hing aber immer am Donnerwetter, auch wenn er es zuletzt verpachtet hatte, um sich auf das Administratorische konzentrieren zu können. Inzwischen hat er die Zahl seiner Gastronomien deutlich reduziert. Derzeit betreibt er Bootshaus und das Donnerwetter und organisiert Feste.

„Die Lust ist wieder da!“

„Für das Donnerwetter habe ich ein engagiertes neues Team gefunden“, sagt Hornbacher, „das witzige ist: Unter meinen jungen Mitarbeitern sind viele, die schon hier groß geworden sind, weil ihre Eltern sich hier kennen gelernt haben.“ Auch Heiko Hornbacher selbst wird man dann und wann hinter dem Tresen erleben: „Die Lust ist wieder da und Personalengpässe ergeben sich immer mal.“, sagt er.