Harburg
Bürgermeister-Besuch

Richtfest für 164 Mietwohnungen im Fischbeker Heidbrook

Wie auf dieser Visualisierung soll das Fischbeker Heidbrook Plateau einmal aussehen.

Wie auf dieser Visualisierung soll das Fischbeker Heidbrook Plateau einmal aussehen.

Foto: Winking Froh Architekten, Hamburg / HA

Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bezeichnet das Neubaugebiet als gutes Beispiel für Wohnen am Rand der Stadt, kritisiert aber die S-Bahn.

Fischbek.  Die Fertigstellung von mehr als 10.000 Wohnungen konnte der Senat am Dienstag für 2018 melden - und in diesem Umfang soll es weitergehen. Das zumindest gab Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gestern bei einem Richtfest im Fischbeker Neubaugebiet Heidbrook als R ichtschnur seiner Politik vor. Dort bauen die Projektpartner Hochtief und der Hamburger Entwickler Procom auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger Kaserne einen Block mit vier Gebäuden und insgesamt 164 Mietwohnungen.

Wie in Hamburg üblich, werden ein Drittel davon Sozialwohnungen sein.

Auch eine Kita ist in dem 50 Millionen Euro teueren Bauvorhaben geplant. Mitte 2020 soll der Komplex bezugsfertig sein. Und damit sogar etwas schneller als ursprünglich geplant, wie es bei den Bauherren hieß. „Das liegt an der guten Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Projektbeteiligten hier in Hamburg“, sagte Procom-Geschäftsführer Dennis Barth.

Tschentscher erinnerte in seiner Richtfestrede daran, dass Hamburg bereits seit 2011 den Trend zur Reurbanisierung erkannt und entsprechend darauf reagiert habe. Rund 85.000 Wohnungen habe die Stadt seit 2011 genehmigt und viele neue große Baugebiete erschlossen: So eben auch den Heidbrook, den Neugrabener Vogelkamp und demnächst die Fischbeker Reethen im Bezirk Harburg. 5000 neue Wohneinheiten würden hier im Süden Hamburg damit entstehen, der für viele Menschen auch als Wohnort interessant so der Bürgermeister.

Bürgermeister spart nicht mit Kritik an der S-Bahn

Allerdings müsse es auch einen guten Nahverkehr geben, sagte Tschentscher und sparte in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an der S-Bahn, wo sich gerade auf der Linie S3 im Süderelberaum in den vergangenen Monaten die Probleme häuften. „Die Bahn hat da nicht so professionell gearbeitet, wie unsere Hochbahn“, sagte Tschentscher, Gleichwohl zeige der Fischbeker Heidbrook, wie auch am Rand der Stadt „hervorragende, lebenswerte und familienfreundliche Quartiere entstehen könnten“.

Von den 164 Mietwohnungen mit dem Projektnamen „Fischbeker Heidbrook Plateau“ werden nach Information der Bauherren 52 öffentlich gefördert. Im ersten Förderweg sollen sie 6,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten, im zweiten Förderweg 8,70 Euro. Die frei finanzierten Mietwohnungen auf dem alten Kasernengelände werden demnach zwischen zehn und immerhin zwölf Euro kalt pro Quadratmeter angeboten – was im Süderelberaum dem oberen Preissegment entsprechen dürfte Aus der Kommunalpolitik kommt daher auch Kritik: „Wenn hier der Staat praktisch Bauland verkauft, sollte man meinen, dass das auch günstiger werden könnte“, sagt der Neugrabener CDU-Politiker Ralf-Dieter Fischer.