Harburg
Anarchisten-Demo

Linke randalieren in der Harburger Innenstadt

Zum Teil vermummt und mit brennender Pyrotechnik demonstrierten rund 400 Menschen am 1. Mai in Harburg.

Zum Teil vermummt und mit brennender Pyrotechnik demonstrierten rund 400 Menschen am 1. Mai in Harburg.

Foto: imago/News4HH

Bei einer Demonstration zum 1. Mai kommen 400 Teilnehmer zusammen. Als sie sich in Bewegung setzen, werden Feuerwerkskörper gezündet.

Hamburg. MDMA – Mach das mal anders", lautete das Motto, unter dem eine Gruppe mit dem Namen "Schwarz-Roter 1. Mai HH" zu einer "antiautoritäten Demo" in Harburg aufgerufen hatte. Angesprochen sollten sich alle fühlen, "die sich für eine fortschrittliche Gesellschaft einsetzen wollen, jenseits von Kapitalismus und Nationalismus mit all ihren Schattenseiten".

Etwa 400 Menschen fanden sich dann am Mittag am Herbert-Wehner-Platz ein, deutlich mehr als die erwarteten 150. Doch als sich der Zug via Harburger Ring und Wilstorfer Straße in Bewegung setzte, war es vorbei mit der "bunten Vielfalt", die sich die Initiatoren von den Teilnehmern gewünscht hatten. Stattdessen begannen sich einige zu vermummen.

Aus dem Demonstrationszug heraus wurden bengalische Feuer und Pyrotechnik gezündet. Ein Feuerwerkskörper zertrümmerte dabei eine Scheibe des Cinemaxx-Kinos. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen und einer Drehleiter an. Bei einer Zwischenkundgebung am Phoenix-Center verstärkte die Polizei ihre Präsenz.

Demonstranten zerstören Wahlplakate

Der Verkehr an Wilstorfer und Moorstraße brach zusammen. Zudem wurden mehrere Wahlplakate zerstört – getreu dem Demonstrationsaufruf, wonach es "für eine bessere Welt" keine Parteien oder Regierungen brauche.

Der Demonstrationszug wurde mehrmals durch die Polizei aufgehalten, weil sich Teilnehmer vermummten oder Feuerwerkskörper zündeten. Nach gut drei Stunden war die Kundgebung beendet.

Für Donnerstag (17 Uhr) hat die Gruppe "Schwarz-Roter 1. Mai HH" zu einer weiteren Demonstration in der Fettstraße (Eimsbüttel) aufgerufen. Diesmal geht es um Solidarität mit Näherinnen in Sri Lanka und Indonesien.