Harburg
Fischbeker Heide

Aus Info-Haus Schafstall wird Fischbeker Heidehaus

Das neue Info-Haus (links) steht neben einem echten Schafstall.

Das neue Info-Haus (links) steht neben einem echten Schafstall.

Foto: Loki Schmidt Stiftung

Neue Ausstellung zu sechs Themenbereichen im renovierten Fachwerkhaus. Sie soll am 1. Mai eröffnet werden

Fischbek.  Mehrere Monate war das Naturschutz-Informationshaus in der Fischbeker Heide geschlossen, jetzt erstrahlt es in neuem Glanz: Nach den Umbauarbeiten am historischen Gebäude ist nun die neue, moderne Ausstellung weitgehend fertiggestellt, so dass das Haus am 1. Mai wieder eröffnet werden kann. Insgesamt haben die Arbeiten für den Umbau und die Ausstellung knapp 400.000 Euro gekostet und dauerten länger als zunächst geplant.

Die Loki Schmidt Stiftung betreibt das Heidehaus

„Wir bieten den Besuchern eine Ausstellung mit sechs Themenschwerpunkten“, sagt Frederik Landwehr. Er wird zusammen mit seiner Kollegin Maike Hinze das Info-Haus für die Loki Schmidt Stiftung betreiben; Eigentümerin ist die Umweltbehörde. Die bisherige Leiterin des Besucherzentrums Ludmila Wieczorek wechselte in die Geschäftsstelle der Stiftung am Steintorweg.

Die Ausstellung besteht aus sechs Themen-Tischen. In der Mitte stehen jeweils Vitrinen, darunter Pflanzenkästen und ein Aquarium, das zum Beispiel Froschlaich zeigt. Drumherum können die Besucher Hand anlegen und hinter Klappen, mittels Rädern und Kurbeln Informationen abrufen. Ein Tisch befasst sich mit der Vor- und Frühgeschichte der Region. Ein anderer erläutert die Heide und deren Bewirtschaftung sowie weitere Kulturlandschaften der Metropolregion, etwa das Alte Land und die Vier- und Marschlande im Bezirk Bergedorf. Trockenlebensräumen (Sand, Steine Magerrasen) ist ein weiterer Tisch gewidmet, ebenso Feuchtlebensräumen (Quellen, Bäche, Moore) sowie Bäumen und Wäldern. Eine Spezialität ist der Niederwald: Dort stehen sogenannte Krattbäume: In früheren Zeiten wurden sie am Boden mehrfach abgesägt, um Stangenholz zu gewinnen. Seit Jahrzehnten dürfen sie aber wachsen und sehen nun aus wie kleine Baumgruppen.

Film dokumentiert Heidschnuckenherde im Jahresverlauf

Den Mittelpunkt der modernisierten Ausstellung bildet ein interaktiver, nachgebauter Findling, der interessante Orte der Heidelandschaft vorstellt. Besucher können sie auf einem Rundgang anschließend live erleben. „Und auch unser sechs Minuten langer Film, in dem die Autorin ein Jahr lang eine Heidschnuckenherde begleitet hat, ist sehr sehenswert“, sagt Landwehr.

Neben der Ausstellung wird es wie üblich zahlreiche Veranstaltungen im Fachwerkhaus und im Fischbeker Heidetal geben. Zusätzlich plant die Umweltbehörde eine Smartphone-App, mit der Besucher auf einem Rundweg die Heidenatur erläutert bekommen.

Öffnungszeiten des Heidehauses ab Mai: Di–Fr 9 –13 Uhr, So und Feiertage 11–17 Uhr,

Adresse: Fischbeker Heideweg 43a