Harburg
Fußball-Derby

Zahlreiche Schaufenster durch Vandalismus zerstört

Beim Mieterbund in der Hölertwiete zerstörten Unbekannte die Fensterscheibe.

Beim Mieterbund in der Hölertwiete zerstörten Unbekannte die Fensterscheibe.

Foto: Jörg Riefenstahl

Am Wochenende des Stadtderbys HSV gegen St. Pauli wurden mindestens neun Schaufenster zerstört. Mieterverein ist betroffen. Hooligans?

Das Wochenende des Fußball-Lokalderbys hat für Geschäftsinhaber in Hamburg ein kostspieliges Nachspiel: In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag (9./10. März) gingen in mindestens drei Geschäften in Harburg Schaufenster zu Bruch. Die Scheiben wurden mutwillig eingeschlagen – darunter das Fenster des Mietervereins Hamburg in der Hölertwiete 2 sowie eines Frisörgeschäfts und eines Glasereibetriebes am Reeseberg. „Wir mussten an dem Wochenende wegen Bambule in Harburg drei, in Hamburg insgesamt sogar neun Scheiben notverglasen“, sagte Gaby Wockenfuß, Geschäftsführerin der Glaserei Peter und Michael Wockenfuß dem Abendblatt. In sämtlichen Fällen habe die Polizei die Glaserei gerufen.

Mieterverein geht von Zerstörungswut einiger Fußballfans aus

Beim Mieterverein geht man von Zerstörungswut einiger Fußballfans aus. „Wir sind über das Ausmaß der sinnlosen und nicht nachvollziehbaren Zerstörung regelrecht schockiert“, sagte Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg dem Abendblatt. „Durch die provisorische Notverglasung haben wir sichergestellt, dass der Betrieb unserer Harburger Außenstelle aufrecht erhalten bleibt und den auf dringende Unterstützung angewiesenen Mieterinnen und Mietern geholfen werden kann.“ Die Polizei hat Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet und wertet die Spuren aus. „Die weiteren Ermittlungen führt das Landeskriminalamt“, sagte Polizeisprecher Ulf Wundrack. Sollte sich erhärten, dass die Gewalt von Hooligans ausging, werde der Sachverhalt entsprechend bewertet. Es bleibe zu hoffen, dass die polizeilichen Ermittlungen Erfolg haben und die Verursacher des Schadens von mehreren tausend Euro ermittelt werden, ergänzte der Vorsitzende des Mieterbundes.