Harburg
Nahverkehr

Bus nach Cranz und Neugraben soll öfter fahren

Die Taktung des 150er-Busses könnte an die Abfahrtszeiten der Fährlinie 62 angepasst werden

Die Taktung des 150er-Busses könnte an die Abfahrtszeiten der Fährlinie 62 angepasst werden

Foto: xl

Bezirkspolitiker wollen, dass Cranz und Neuenfelde besser erreichbar sind. Bus könnte abends öfter fahren.

Harburg.  Eine bessere Anbindung von Cranz und Neuenfelde an den öffentlichen Nahverkehr ist Gegenstand diverser Anträge von SPD und Grünen in der Harburger Bezirksversammlung. In allen drei Anträgen geht es um die Buslinie 150 vom Bahnhof Altona über Finkenwerder und Neuenfelde nach Cranz.

Grundsätzlich fährt die Linie im 20-Minuten-Takt, spätabends gibt es in diesem Takt jedoch eine Lücke: Auf die Abfahrt um 22.58 Uhr in Altona folgt die nächste erst 40 Minuten später. Schon der Regionalausschuss Finkenwerder fordert mit einem aktuellen Beschluss die Schließung dieser Lücke, um den 20-Minuten-Takt zu wahren. Denn just in dieser Zeit dünnt auch die Hauptverbindung Finkenwerders zum nördlichen Elbufer, die Fährlinie 62, ihren Takt aus.

Auch die Harburger Grünen fordern einen durchgängigen 20-Minuten-Takt der 150er-Linie und das bis nach Cranz. Zahlreiche Fahrten nach 19 Uhr enden bisher nämlich am Airbus-Haupttor in Finkenwerder. Die Grünen fordern, dass alle Fahrten bis Cranz fortgeführt werden und die spätabendliche Takt­lücke geschlossen wird.

Der Ansatz der Sozialdemokraten ist ein etwas anderer: Sie sehen ein Problem darin, dass die An- und Abfahrtzeiten der Fähre und der Buslinie 150 in Finkenwerder abends nicht gut aufeinander abgestimmt sind und die Pendler so beim Umsteigen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. SPD-Experten haben ein neues Fahrplanmodell für den Bus entwickelt und fordern vom HVV, dies umzusetzen. Statt eines 20-Minuten-Taktes mit der besagten Lücke hätte der Bus dann einen 30-Minuen-Takt, der in Finkenwerder die An- und Abfahrten der Fähre trifft. Unter dem Strich, so rechnen die Harburger Sozialdemokraten vor, würde der HVV damit eine Busfahrt weniger pro Abend anbieten müssen.

Um die bessere Verbindung von Bus und Fähre geht es auch im zweiten SPD-Antrag: Da die Fährlinie 64, Cranz–Blankenese, den Anleger Cranz aufgrund von Schlick und Tide oft nicht bedienen kann, müssen die Cranzer dann mit dem Bus zum Anleger Neuenfelde am Estesperrwerk fahren. Dessen Haltestelle ist allerdings weit vom Fähr­anleger entfernt. Die SPD fordert, die Bushaltestelle näher an die Fähre zu verlegen. Dies könne während des Straßenumbaus im Zuge der Deicherhöhung geschehen.