Landkreis Harburg

Straßenverkehr: Koordinatoren treffen sich erstmals

| Lesedauer: 3 Minuten
Trafen sich zu einem ersten Sondierungsgespräch im Winsener Kreishaus (v.l.): Landrat Rainer Rempe, Hans-Peter Wagner (MW), Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm (Landkreis Harburg), Friederike Wöbse (NLStBV), Joachim Ernst (NLStBV) und Jan Bartling (MW)

Trafen sich zu einem ersten Sondierungsgespräch im Winsener Kreishaus (v.l.): Landrat Rainer Rempe, Hans-Peter Wagner (MW), Verkehrskoordinatorin Dr. Susanne Dahm (Landkreis Harburg), Friederike Wöbse (NLStBV), Joachim Ernst (NLStBV) und Jan Bartling (MW)

Foto: Landkreis Harburg

Susanne Dahmist sei Anfang des Jahres beim Landkreis im Amt. Jetzt stimmte sie sich mit Vertretern des Ministeriums ab.

Winsen.  zu einem ersten Abstimmungs- und Sondierungsgespräch trafen sich Landrat Rainer Rempe und die neue Verkehrskoordinatorin des Landkreises Harburg, Dr. Susanne Dahm, mit Vertretern aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (MW) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) im Winsener Kreishaus.

Sehr deutlich wurde dabei der ausdrückliche Wunsch auf beiden Seiten, die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Verkehrs- und Baustellenkoordination zu vertiefen und gemeinsam an Lösungsstrategien zu arbeiten. „Uns allen ist die hohe Verkehrsbelastung in der Region bewusst. Wir wollen nicht nur eine bessere Abstimmung im Vorfeld von Verkehrsprojekten erreichen, sondern unsere Bürgerinnen und Bürger, insbesondere diejenigen, die täglich pendeln, künftig schneller, besser und koordinierter mit belastbaren Informationen versorgen“, sagt Rempe. Das Gespräch bildete den Auftakt zu einem regelmäßigen Austausch zwischen dem Landkreis und Niedersachsen, gleichzeitig soll künftig auch die Kommunikation mit Hamburg intensiviert werden. Ein erster gemeinsamer Termin mit Vertretern des Hamburger Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) findet in Kürze statt.

Beim jetzigen Treffen ging es vor allem darum, die nächsten Schritte der Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen. Bereits bei der kürzlich stattgefundenen Verkehrskonferenz in Winsen, an der auch der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann teilgenommen hatten, war deutlich geworden, wie vielfältig die Herausforderungen im Bereich Straßen- und Schienenverkehr in der Region sind.

Die neu eingerichtete Stabsstelle Verkehrskoordination beim Landkreis Harburg bildet ein Pendant zur ebenfalls neuen Stabsstelle auf Landesebene bei der NLStBV. Deren Vertreterin Friederike Wöbse war beim Auftaktgespräch ebenso dabei wie Jan Bartling vom Landesverkehrsministerium, der die Stabsstelle unterstützt.

„Die Verkehrsbelastung im Landkreis nimmt immer weiter zu, und nicht zuletzt durch die großen Pendlerströme Richtung Hamburg spüren wir hier im Kreis die Auswirkungen von Verkehrsmaßnahmen auch jenseits der Landesgrenze sofort“, schildert Landrat Rempe die Situation. Umso wichtiger sei es, die Absprachen nicht nur innerhalb Niedersachsens, sondern auch mit der Hansestadt zu optimieren. „Mit Susanne Dahm haben wir jetzt eine Verkehrskoordinatorin, die die Interessen innerhalb des Landkreises bündelt und ihnen gemeinsam mit dem Land eine starke Stimme verleiht“, erläutert Rempe den Schritt, eine neue Stabsstelle einzurichten.

„Meine Aufgabe sehe ich zunächst einmal darin, gemeinsam mit den Landesvertretern vorhandene und potenzielle Problemlagen zu identifizieren und einen Fahrplan zu erarbeiten“, sagt Susanne Dahm. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Es kommt darauf an, eine effektive Organisationsform und Kommunikationsstrukturen zu entwickeln.“

Dr. Susanne Dahm (44) ist seit März 2016 bei der Kreisverwaltung beschäftigt und seit Jahresbeginn als Verkehrskoordinatorin tätig. Die neu geschaffene Stabsstelle ist dem Landrat direkt unterstellt. Die promovierte Raumplanerin war beim Landkreis zunächst in der Stabstelle „Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung“ und danach zwei Jahre in der Stabsstelle „Zentrales Projektmanagement“ eingesetzt. Vor Ihrer Zeit beim Landkreis war die gebürtige Elbmarscherin in England als Raumplanerin in der Kommunalverwaltung, an der Universität und als Beraterin tätig.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Harburg