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Eine Lesung mit Saskia Hennig von Lange

Saskia Hennig von Lange stellt ihr neues Buch vor.

Saskia Hennig von Lange stellt ihr neues Buch vor.

Foto: Stefan Freund

Der zweite Teil der Literatour Nord wird an diesem Mittwoch im Heinrich-Heine -Haus in Lüneburg eröffnet.

Lüneburg.  Mit Saskia Hennig von Lange startet an diesem Mittwoch das Programm 2019 des Literaturbüros Lüneburg und der zweite Teil der LiteraTour Nord. Sie liest aus ihrem dritten Buch „Hier beginnt der Wald“. Die in Frankfurt lebende Autorin macht literarisch gekonnt die zunehmende Verstörtheit ihres Helden nachvollziehbar: Der namenlose Ich-Erzähler soll einen Lastwagen voll Umzugsgut in eine andere Stadt bringen. Doch was harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einer abenteuerlichen Flucht vor sich selbst und seinen Kindheitserinnerungen, aber vor allem vor seiner Frau und ihrem gemeinsamen, ungeborenen Kind.

Er verkriecht sich nach einem Unfall im Wald – und begegnet einem rätselhaften Jungen. Hennig von Lange erzählt in einer präzisen wie musikalischen Sprache, die einen schon nach wenigen Seiten in Bann schlägt. Die 42-Jährige erhielt den Rauriser Literaturpreis 2014 und den Clemens-Brentano-Förderpreis 2015.

Nino Haratischwili liest am 23. Januar „Die Katze und der General“, ein Roman über den Ersten Tschetschenienkrieg. Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi/ Georgien, studierte Filmregie und Theaterregie und lebt heute als Autorin und Regisseurin in Hamburg. Als Theater- ebenso wie als Romanautorin wurde sie vielfach preisgekrönt, zuletzt mit dem Bertolt-Brecht-Preis 2018 für „Das achte Leben (Für Brilka)“ (2014).

Steven Uhly liest am 6. Februar „Den blinden Göttern“. Darin lässt er in einem klugen Spiel zwischen Dichtung und Wahrheit offen, ob hier eine wahre Geschichte oder eine Persiflage vorliegt. Steven Uhly, geboren 1964 in Köln, studierte Literatur, promovierte und lehrte in Brasilien und Deutschland.

Er übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen und Portugiesischen. Für seinen Roman „Adams Fuge“ erhielt er den Tukan-Preis 2011, „Glückskind“ (2012) wurde von Michael Verhoeven verfilmt. 2015 erschien der Gedichtband „Tagebuch“. Uhly lebt in München.

Tilmann Lahme und Julia Menzel leiten das Begleitseminar an der Leuphana Universität und moderieren die Veranstaltungen.

Lesung mit Saskia Hennig von Lange, Mittwoch, 9. Januar, 19.30 Uhr, Heinrich-Heine-Haus, Lüneburg, Am Ochsenmarkt 1a, Eintritt 9 Euro, Reservierung unter 04131/3093687