Harburg
Heimfeld

Weiter Verwirrung ums Klohäuschen

Das ehemalige Toilettenhäuschen an der Buxtehuder Straße steht zum Verkauf.

Das ehemalige Toilettenhäuschen an der Buxtehuder Straße steht zum Verkauf.

Foto: Lars Hansen / xl

Grundsätzlich steht das Gebäude zum Verkauf. Die Praxis gestaltet sich allerdings erheblich komplizierter.

Heimfeld.  Um das denkmalgeschützte ehemalige Toilettenhäuschen an der Buxtehuder Straße gibt es Verwirrung: Steht es nun zum Verkauf, wie das Bezirksamt in der Antwort auf eine Anfrage der Neuen Liberalen sagt? Oder nicht, wie verschiedene Harburger sagen, die behaupten, dass sie beim Bezirksamt mit Kauf- oder Nutzungsanfragen abgeblitzt sind?

Zuständig für Gebäudeverkäufe ist der Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen der bei der Finanzbehörde angesiedelt ist. Fragt man in der Finanzbehörde nach, ob das Häuschen zum Verkauf steht erhält man eine Antwort, wie bei Radio Eriwan: Im Prinzip ja, in der Praxis werden aber derzeit keine Käufer gesucht.

„Aus vergaberechtlicher Sicht darf dieses Gebäude nur über ein Ausschreibungsverfahren veräußert werden“, sagt Claas Ricker, Pressesprecher der Finanzbehörde. „Der LIG hatte vor einigen Jahren auf Wunsch des Bezirks ein solches Ausschreibungsverfahren für das Objekt gestartet. Damals gab es mehrere Interessenten, die sich beim Bezirk gemeldet hatten.

Schlussendlich wurde aber kein aber einziges Gebot abgegeben. Aktuell gibt es keine neuen Anhaltspunkte für ein erfolgversprechendes Ausschreibungsverfahren. Sollte es neue Interessenten beim Bezirk geben, kann der LIG eine entsprechende Vergabe prüfen.“

Der Fraktionsvorsitzende der Neuen Liberalen, Kay Wolkau, sieht sich durch diese Aussage angespornt: „Das Konzept des Heimfelders John Kuypers, der hier ein soziales Recyclingprojekt verwirklichen will, finden nicht nur wir interessant, sondern ich glaube, dass man schnell alle Fraktionen davon überzeugen kann“, sagt er. „Wir werden wohl in der Januar-Sitzung einen Antrag einbringen, der eine erneute Ausschreibung fordert. Ich glaube, dass wir dafür eine Mehrheit finden.“