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Arena Lüneburger Land: Gute Chancen für Kreistags-Mehrheit

So sehen die Architekten den Eingangsbereich der Arena.

So sehen die Architekten den Eingangsbereich der Arena.

Foto: Landkreis Lüneburg

Entscheidung fällt am Montag. SPD will sich einstimmig für das Millionen-Projekt aussprechen. Auch bei der CDU gibt es Befürworter.

Lüneburg.  Für die Entscheidung über die geplante Arena Lüneburger Land zeichnet sich ein positives Votum im Lüneburger Kreistag ab. Nach Informationen des Abendblatts dürften sich in der Sitzung am Montag, 17. Dezember, 33 der 59 Kreistagsmitglieder für das Projekt aussprechen. Die neue Halle soll nach aktuellen Berechnungen einschließlich des Grundstücks 19,4 Millionen Euro kosten, wie der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer dem Abendblatt sagte. Als Betreiber ist die Lüneburger Campus-Management GmbH mit ihrem Chef Klaus Hoppe vorgesehen.

Klar ist die Haltung der SPD und damit der stärksten Fraktion im Lüneburger Kreistag. „Wir stehen wie eine Mauer für das Projekt und werden einstimmig zustimmen“, sagte Rainer Dittmers, der auch Vorsitzender des Kreistages ist. Die SPD kommt einschließlich der Stimme von Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) auf 19 Stimmen. „Wir sind eine Zukunftsregion und Lüneburg ist eine wachsende Stadt. Deshalb brauchen wir eine solche Halle für den Sport und für kulturelle Angebote“, argumentiert Dittmers. „Bis die Halle steht, werden wir auch alle Verkehrsprobleme lösen können.“

„Das Projekt kann jedenfalls nicht an der Steuerfrage scheitern“, sagte SPD-Fraktionschef Franz-Josef Kamp. Der Hintergrund: Derzeit ist noch nicht geklärt, ob der Landkreis die Vorsteuer bei dem Projekt abziehen kann. Ein entsprechende Urteil kann derzeit noch nicht angewendet werden, weil es offiziell noch nicht veröffentlich ist und noch keine Verwaltungsanweisungen vorliegen. Würde der Abzug entfallen, würde der Neubau um gut zwei Millionen Euro teurer machen.

Für die CDU rechnet Hans-Detlef Jacobi, der Vorsitzende des Sportausschusses, „mit einem mehrheitlichen Votum“ für die Halle. Das wären bei 16 Abgeordneten im Kreistag mindestens neun Stimmen. Derzeit wird erwartet, dass sich Politiker aus anderen Fraktionen enthalten sowie einzelne Mitglieder der Grünen sowie der Gruppe FDP/Die Unabhängigen für die Arena stimmen könnten. „Ich rechne jedenfalls fest mit einem Zuschlag“, sagt Campus-Chef Klaus Hoppe.

Er hatte zuletzt allen Kreistagsmitgliedern per E-Mail verschiedene Varianten für Verstaltungen in der Halle vorgestellt. Geeignet ist sie für Sportevents und Konzerte für bis zu 3500 Besucher, Galas mit Bankettbestuhlung für 600 Gäste oder auch Tagungen oder Plenumsveranstaltungen mit Bühne.

Für das Projekt sind bislang mit dem Grundstückskauf 3,25 Millionen Euro geflossen. Sollte sich der Kreistag nun doch nicht dafür entscheiden, wären mehr als zwei Millionen Euro für Planungen, Berater sowie Schadenersatzzahlungen verloren.