Harburg
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Wer beim DRK Kinderpfleger lernt, bekommt Geld

Harburgs DRK-Geschäftsführer Harald Krüger geht neue Wege, um dem Personalmangel zu begegnen

Harburgs DRK-Geschäftsführer Harald Krüger geht neue Wege, um dem Personalmangel zu begegnen

Foto: Hanna Kastendieck

Ab Februar wird das Rote Kreuz Azubis in diesem Beruf bezahlen. Darüber hinaus will das DRK 50 Betriebswohnungen in Harburg bauen.

Harburg.  Das Harburger Deutsche Rote Kreuz (DRK) geht neue Wege in der Ausbildung. Möglichst schon von Februar 2019 an will es in einer niedrigschwelligen Ausbildung Hilfskräfte zu sozialpädagogischen Assistenten ausbilden – und vom ersten Tag an bezahlen! „Sie bekommen rund 2000 Euro Brutto“, sagt Krüger. Das Interesse ist groß. Auf seinem Tisch liegen schon 35 Bewerbungen. Die meisten Interessenten haben Migrationshintergrund, 40 Prozent sind Männer.

Bezogen auf den allenthalben herrschenden Fachkräftemangel steht für Krüger fest: „Mit der Krankenschwester aus China können wir unsere Probleme nicht lösen.“ Er ist sicher: „Wir müssen die Menschen motivieren, die da sind.“ Das gelte vor allem für jene, die bislang durch gängige Raster gefallen seien und keine Chance auf Ausbildung hatten.

Das zweite große Projekt des DRK: An bis zu drei Standorten sollen im Bezirk Harburg bis zu 50 Betriebswohnungen für Mitarbeiter entstehen – zu günstigen Konditionen, will sagen zu Quadratmeterpreisen zwischen acht und zehn Euro. Aktuell prüft das DRK unterschiedliche Optionen.w Es sucht nach Grundstücken für Neubauten (Krüger schätzt die Kosten auf zehn bis zwölf Millionen Euro), ist aber auch im Gespräch mit Bauträgern, die Wohnraum im Binnenhafen schaffen. „Denen könnten wir einen Baukostenzuschuss zahlen und dann als Generalmieter unseren Mitarbeitern günstigen Wohnungen anbieten.“