Harburg
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Als Alexander der Große in die Schlacht zog

Archäologische Grabung in Kurganzol

Archäologische Grabung in Kurganzol

Foto: Archäologisches Museum Hamburg / AMH

Schaufenster der Geschichte: Die Festung von Kurganzol und die berühmte „Keilerei“ bei Issos 333 v. Chr.

Harburg.  Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag einen neuen Vortrag in der Reihe „Schaufenster der Geschichte“. Im Museum ist aktuell die Ausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ zu sehen.

In dem Vortrag „Alexander der Große in Mittelasien – die Festung von Kurganzol in Uzbekistan“ nimmt der Referent Dr. Nikolaus Boroffka die Zuhörer diesmal mit auf Spurensuche in eines der Nachbarländer Turkmenistans, um dort dem „Mythos Alexander“ nachzuspüren.

Das Gebiet Turkmenistans war ein Zentrum der Hochkultur, angebunden an die Vorläufer der Seidenstraße zwischen China, Indien, Iran und Vorderem Orient. Alexander der Große erreichte das Gebiet im 4. Jahrhundert v. Chr. auf seinem Weg nach Indien. Der Vortrag stellt eine Festung in einem östlichen Nachbarland von Turkmenistan vor: die Festung von Kurganzol in Südusbekistan.

Die Anlage wurde 2003 entdeckt und unter der Beteiligung der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, vertreten durch den Referenten Dr. Boroffka, ausgegraben. Kurganzol ist die einzige Festung in Mittelasien, deren Bau höchstwahrscheinlich von Alexander dem Großen selbst angeordnet wurde.

In der bekannten Schlacht von Issos im Jahre 333 v. Chr. („333 – bei Issos Keilerei“) trafen die Truppen Alexanders zum ersten Mal direkt auf die Persische Armee, die vom König der Könige Dareios III als Heerführer befehligt wurde. Die Griechen besiegten die Perser, und Alexander zog wenige Jahre später, nach einer weiteren Schlacht bei Gaugamela (331 v. Chr.), prunkvoll in Babylon ein.

Dem riesigen achaemenidischen Perserreich folgend, führte sein Weg ihn bis in die entlegensten Provinzen der Region. Quellen besagen, dass er mehrere Festungsanlagen gründete, um das Gebiet zu kontrollieren und zu befrieden.

Der Referent stellt viele interessante und neue Erkenntnisse rund um die Festung Kurganzol vor und gibt gleichzeitig einen Einblick in das spartanische Soldatenleben der damaligen Zeit.

Donnerstag, 13. Dezember, 18 Uhr, Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, Eintritt 4 EuroWeitere Vortragstermine unter www.amh.de