Harburg
Winsen

Land Niedersachsen will Freifunker fördern

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (r.) mit Ministerpräsident Stephan Weil.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (r.) mit Ministerpräsident Stephan Weil.

Wirtschaftsministerium zahlt Zuschüsse zur Beschaffung von Routern für private WLAN-Netze.

Winsen.  Das Land Niedersachsen will Freifunkinitiativen mit rund 100.00 Euro unterstützen. Dies hat Wirtschaftsminister Bernd Althusmann jetzt in Hannover angekündigt. Althusmann ist auch für die Digitalisierung Niedersachsens zuständig. Freifunkinitiativen sind engagierte Bürger, die sich zusammen schließen, um eine bessere WLAN-Abdeckung zu ermöglichen. So eine Initiative gibt es zum Beispiel in Neu Wulmstorf und in der Nordheide.

„Wir sind im Moment im ganzen Land und auf allen Ebenen aktiv, um die digitale Infrastruktur in Niedersachsen weiterzuentwickeln und deutlich zu verbessern. Dabei spielt für uns die Verbesserung der WLAN-Versorgung eine wichtige Rolle. Die Freifunkinitiativen sind uns dabei ein wichtiger und geschätzter Partner. Wir freuen uns über jede Verbesserung in der Versorgung, die die Freifunker erreichen“, sagte Minister Althusmann.

Die Freifunkinitiativen haben sich zum Ziel gesetzt freie, unabhängige und nichtkommerzielle Computer-Funknetze zu etablieren und darüber Internetzugänge für jedermann anzubieten. Ein Großteil der Fördergelder fließt in die Anschaffung von Routern und weiterer Hardware, die die Vereine einsetzen.

Bürger können dann ihre Internetanschlüsse zur Verfügung stellen und so anderen ihr Internet zugänglich machen. In der jüngsten Förderperiode konnten dadurch mehr als 1600 Router angeschlossen und somit die digitale Infrastruktur deutlich gestärkt werden.

Projektträger ist das NETZ – Zentrum für innovative Technologie Osterholz GmbH. Geschäftsführer Peer Beyersdorff blickt optimistisch in die Zukunft: „In Abstimmung mit den Freifunkinitiativen in Niedersachsen wurden sechs unterschiedliche Routertypen beschafft. Die Initiativen können Router beantragen und müssen sie bis spätestens April 2019 in Betrieb nehmen.

Viele soziale Einrichtungen profitieren von dieser Förderung. In der letzten Förderperiode konnten wir sehen, dass viele Sportlerheime, Vereinslokale und Jugendhäuser über die Freifunkförderung mit Hardware ausgestattet wurden. Somit können Aufenthalte für Bürger angenehmer gestaltet werden und einige Orte wurden erst durch diese Hardware ans Netz angeschlossen.“

Darüber hinaus können Kommunen von einer Planungs- und Beratungsförderung profitieren, mit deren Hilfe die Aufstellorte und Investitions- sowie Betriebskosten ermittelt werden.

Nach Ansicht von Althusmann ist freies WLAN ein wichtiger Standortfaktor und leistet einen positiven Beitrag zur Lebensqualität und touristischen Anziehungskraft der Kommunen. „Der Aufbau eines offenen WLAN-Angebots ist ein gewinnbringendes Instrument des Stadtmarketings und der Wirtschaftsförderung – nicht nur für die einzelnen Kommunen, sondern für das gesamte Land Niedersachsen. Nähere Informationen zur Freifunk- und WLAN-Förderung unter www.breitband-niedersachsen.de.