Harburg
Harburg

Drei neue Futterstellen auf dem Weihnachtsmarkt

Foto: Lars Hansen / xl

Almpizza, Suppe und Bratäpfel sowie Porkburger und Kartoffelpuffer: Wurst und Schmalzkuchen haben Konkurrenz.

Harburg.  Der Harburger Weihnachtsmarkt soll ein Erlebnis für alle Sinne sein, sagt Marktchefin Anne-Kathrin Rehberg. Am Almpizzastand merkt man, was sie meint: Der Holzofen knistert und gibt spürbar Wärme ab, es duftet nach Holzfeuer, Gebäck und Käse und die Almpizzen sehen so lecker aus, wie sie schmecken. Oli Fleiss ist mit seiner Original-Almpizza einer der drei Neuen, was das kulinarische Angebot des Marktes angeht, „Tante Ellis Suppenzauber“ aus Seevetal und Marx’ Porkburgers aus Fulda sind die anderen beiden.

„Auf die Idee mit der Almpizza sind mein Freund Jonas und ich beim Wandern gekommen, sagt Oli Fleiss, der ohne seinen Kumpel Jonas in Harburg ist, weil der den anderen Stand des Jungunternehmens im heimischen Geisslingen – alten HSVern sagt der Name des Ortes nahe der Schweizer Grenze etwas – betreut. „Aber wir haben lange gebraucht, bis wir sie fertig entwickelt hatten.“

Denn eine Almpizza ist zwar einem Flammkuchen sehr ähnlich, aber doch nicht gleich: „Das Geheimnis, an dem wir so lange getüftelt haben ist der Teig“, sagt Fleiss, „unsere Mischung aus Mehl und Grieß von Weizen und Mais geht fluffig auf und wird doch knusprig. Seit fünf Jahren sind die Almpizza-Erfinder im Geschäft. Seit zwei Jahren haben sie ihre alten Berufe ganz aufgegeben, um sich ganz ihren fünf Sorten Almpizza zu widmen.

Ebenfalls den alten Beruf aufgegeben hat der Suppenzauberer Dirk Sonnenwald. Seit drei Jahren bereist er von Meckelfeld aus mit kleinen Food-Trucks Veranstaltungen. Auf dem Harburger Weihnachtsmarkt kocht er deftige Suppen. Vier Sorten gibt es, zwei mit Fleisch, zwei ohne. Alle Suppen kocht der Chef persönlich und vor Publikum: „Jetzt gerade bereite ich die Kokos-Kürbissuppe vor, danach kommt neue Erbsensuppe“, sagt er. „Mittags komme ich aber nicht zum Kochen, da ist hier Hochbetrieb. Einige nehmen meine Suppen sogar mit ins Büro!“

Außer Suppen verkauft „Ellis Suppenzauber“ auch Bratäpfel. „Die gehen vor allem abends ganz gut“, sagt Sonnenwald, „obwohl fas t nur noch die älteren Besucher Bratäpfel kennen. Die jüngeren entdecken sie gerade neu, aber viele holen dann einen Zweiten.“

Auch am Porkburgerstand wird frisch zubereitet. Nicht die Porkburger selbst, denn Pulled Pork und Spießbraten sind wegen der Garzeit vorgekocht, aber Detlef Marx aus Fulda hat noch mehr Pfeile im Köcher: Kartoffelpuffer zum Beispiel. „Die Kartoffeln werden vor den Augen der Gäste gerieben, verknetet und gebacken“, sagt Marx. „Und ab heute kommen auch noch Kartoffellocken hinzu.“

Auf den Weihnachtsmarkt in Harburg hat sich der Hesse gezielt beworben. „Wir haben einen Markt im Norden gesucht und dieser sah gut aus.“