Harburg
Gewerbegebiet Stelle

Bebauungsplan für Aldi-Lager muss neu ausgelegt werden

So soll das neue Aldi Logistikzentrum in Stelle eines Tages aussehen.

So soll das neue Aldi Logistikzentrum in Stelle eines Tages aussehen.

Foto: ALDI Nord / HA

Es geht um veränderte Geschosshöhen, eine Begrünung des Gebäudedachs und die Wiederaufforstung der Waldflächen.

Stelle.  Überraschende Neuigkeit bei den Planungen für das Aldi-Logistikzentrum in der Gemeinde Stelle. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts muss die öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurfs mit dem offiziellen Titel „Logistikzentrum Fachenfelde Süd“ wiederholt werden. Dafür gebe es drei Gründe, wie Uwe Gundlach, Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt, auf Nachfrage erläutert.

Zum einen habe der Architekt bereits auf dem Ortstermin Ende September mitgeteilt, dass die Höhe der Gebäude von bisher geplanten 17 Metern auf 15 Meter reduziert werden soll. „Wir haben schon damals diskutiert, ob wir den Entwurf deshalb neu auslegen müssen“, so Gundlach. Nun hat sich die Gemeinde offensichtlich dafür entschieden.

Doch das ist nicht der einzige Grund, denn Aldi hat eine Begrünung des Dachs versprochen, die bisher ebenfalls nicht offizieller Teil des Entwurfs ist. Dieser Passus soll nun mit aufgenommen werden.

Als Drittes geht es um die Flächen, auf denen der Wald wieder aufgeforstet werden soll. Für das Aldi-Lager müssen 2,5 Hektar abgeholzt werden. Noch beim Ortstermin im September war unklar, wo die Standorte für die Ersatz-Flächen sein werden. Die zuständige Forstbetriebsgemeinschaft Salzhausen habe nun die Flächen benannt, erklärt Gundlach: „Sie liegen alle auf Steller Gemeindegebiet.“ Damit tritt er auch Gerüchten im Ort entgegen, der Wald würde irgendwo außerhalb, etwa in Jesteburg, neu entstehen.

In der zweiten Januarhälfte 2019 wird der Ortsentwicklungsausschuss der Gemeinde offiziell über die erneute Auslegung beraten. Danach wird laut Gundlach ein Auslegungszeitraum benannt, der eventuell etwas kürzer als der vorherige, der vom 20. August bis 5. Oktober lief, ausfallen wird. „Alle Bürger und Träger öffentlicher Belange können dann zu den drei geänderten Punkten ihre Stellungnahmen abgeben“, sagt er. Die Auswertung der Stellungnahmen wird danach erfolgen.

Mit einer Verzögerung im Verfahren rechnet Gundlach trotz der Neuauslegung jedoch nicht. Die Verwaltung sei derzeit dabei, die rund 100 bisher abgegebenen Stellungnahmen auszuwerten. „Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Stellungnahmen zu den drei geänderten Punkten könnten parallel dazu im kommenden Jahr ausgewertet werden.