Harburg
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Ein Ort, an dem sich Freunde treffen

Gut besucht dank eines immer besser werdenden Angebots: Der Harburger Weihnachtsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zum vorweihnachtlichen Treffpunkt gemausert.

Gut besucht dank eines immer besser werdenden Angebots: Der Harburger Weihnachtsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zum vorweihnachtlichen Treffpunkt gemausert.

Foto: lenthe/touristik-foto.de / HA

Harburgs Weihnachtsmarkt öffnet am Donnerstag. Über die letzten Jahre hat er sich zum sozialen Mittelpunkt der Adventszeit gemausert.

Harburg.  „Sehen, Riechen, Fühlen, Schmecken und Erleben – der Harburger Weihnachtsmarkt ist ein Fest für alle Sinne“, sagt Marktchefin und Glühweingastronomin Anne-Kathrin Rehberg, „vor allem ist er in der Vorweihnachtszeit ein Mittelpunkt des sozialen Lebens in Harburg. Es freut mich, dass wir an diesem Punkt angelangt sind.“

Am Donnerstag, 22. November, 17 Uhr, wird der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz von Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen eröffnet. Mit Ausnahme des ersten und zweiten Weihnachtstages bleibt er bis zum 29. Dezember geöffnet. Die Besucher können sich nicht nur auf Bekanntes und Bewährtes freuen, sondern auch auf Neues. „Es lohnt sich, mit offenen Augen über den Markt zu gehen“, sagt Anne-Kathrin Rehberg.

Es ist das 15. Mal, dass Rehberg den Markt organisiert. Als sie diese Aufgabe übernahm, war der Harburger Weihnachtsmarkt auf einige wenige Buden geschrumpft und wenig attraktiv. Damals machte sich Rehberg einen Plan. Eine Vision, wie sie sich den Weihnachtsmarkt in Zukunft wünschte. „Ich habe mir die Aufzeichnungen von damals jetzt einmal angesehen und festgestellt, dass wir mit dem Markt jetzt fast dort angelangt sind. Es könnten noch ein, zwei Stände mehr sein.“

Zu Rehbergs Konzept gehören Aktionsstände und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Weihnachtsmarktes, sowie das Bemühen um Händler mit wertigen Waren, weg vom „Punsch-und-Ramsch“-Image, das der Harburger Weihnachtsmarkt sich erworben hatte. Ihr Plan ging auf: „Wir sind ein Ort des guten Gesprächs, ein Ort, an dem sich Freunde und Familien treffen“, sagt die Markt-Organisatorin.

„Es hat sich herumgesprochen, dass es auf dem Harburger Weihnachtsmarkt extrem gemütlich ist. Hier treffen sich Kollegen nach der Arbeit, Studenten nach der Vorlesung und Rentner mit ihren Freunden und Familien. Für die Harburger ist der Weihnachtsmarkt der Treffpunkt in der Adventszeit. Menschen, die sich das ganze Jahr nicht gesehen haben, treffen sich hier wieder! Und wer mag, kann hier auch mal eine ganz andere Weihnachtsfeier mit der Firma feiern.“

„Familie und Freunde“ ist das Schwerpunktthema des Harburger Weihnachtsmarktes geworden. Zu den Angeboten von Kunsthandwerkern, Händlern und Imbisswirten kommen an sechst Tagen in der Woche Aktionen. Dienstags und mittwochs ist Märchenzeit, donnerstags und freitags wird gebastelt – donnerstags mit Museumspädagogen des Helms-Museums.

An den Wochenenden finden die größeren Aktionen statt, wie das Torwandschießen, die Weihnachtsmannsprechstunden, „Harburg singt“ oder der Besuch von Frau Holle im Rathaus. „Danach müssen wir immer stundenlang das Schneepulver im Ratssaal auffegen“, stöhnt Rehberg. Der genaue Terminplan des Weihnachtsmarktes steht erst in einigen Tagen fest und dann im Internet.

Der Glühweinpreis liegt 2018 vorjahresstabil bei 2,50 Euro, das historische Riesenrad dreht sich wieder und bei den Imbissen gibt es einige Neuerungen: Zum ersten Mal ist die „neue alte“ Sparte „Classic Food“ vertreten: Bei „Tante Ellies Suppenzauber“ aus Seevetal gibt es Suppen, Eintöpfe und Bratapfelvariationen. An einem anderen neuen Stand gibt es „Alpenpizza“ mit Schmand und Bergkäse und der dritte Neuerer macht Kartoffelpuffer, Fleischspieße und Pulled Pork. Für die Verzehrstände gibt es eine Rabattkarte zum Sterne-Sammeln und Eintauschen.

Anne-Kathrin Rehberg ist mit dem Harburger Weihnachstmarkt fast schon dort, wo sie hin wollte. Da ist das Selbstbewusstsein schon groß genug, auch mal wo auszutreten: „Wir haben die Werbegemeinschaft ,Weihnachtliches Hamburg’ verlassen“, sagt sie, „weil wir deren dürftige Leistungen nicht mehr brauchen. Wir gehören zwar zu den Gründern, aber wurden immer nur am Rande erwähnt .“

Öffnungszeiten

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt vor dem Harburger Rathaus am 22. November.

Letzter Tag: der 29. Dezember.

Am Totensonntag, 25. November, werden die Stände und Karussells erst um 17 Uhr geöffnet.

Tägliche Öffnungszeiten: montags bis sonnabends 11 bis 20, sonntags 13 bis 20 Uhr.