Harburg
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Hamburg Innovation Port bekommt Kontur

Der erste Bauabschnitt wird sechsgeschossig. Angeschlossen ist ein dreistöckiger Bau.

Der erste Bauabschnitt wird sechsgeschossig. Angeschlossen ist ein dreistöckiger Bau.

Foto: Angelika Hillmer / HA

Hochbau schreitet zügig voran und soll im Februar 2019 fertiggestellt sein. Im Anschluss soll 19-stöckiger Turm entstehen.

Harburg.  Im Binnenhafen, zwischen der Blohmstraße und dem Ziegelwiesenkanal, wächst der erste Bauabschnitt vom Hamburg Innovation Port (HIP) empor. Derzeit entsteht das fünfte Obergeschoss des Gebäudekomplexes. Ein weiteres soll folgen. „Der Bau wird wie geplant im Februar 2019 fertig werden“, sagt Kathrin Staehelin vom Investor HC Hagemann. „Vom März an kann er dann bezogen werden.“

Nachdem Mitte Juni der Grundstein für das ambitionierte Projekt vom Harburger Investor, Binnenhafen-Entwickler und Bauunternehmer Arne Weber, gelegt worden war, spielte sich die Entwicklung des Gebäudes über Wochen am Boden ab. Dann ging es rasant voran: Mitte September begannen die Arbeiten am zweiten Obergeschoss und nun wächst auf der vorderen Hälfte an der Blohmstraße bereits das fünfte Geschoss heran.

Die Hälfte des ersten Bauabschnitts mietet die TUHH

Im ersten von vier geplanten Bauabschnitten werden rund 5000 Quadratmeter vermietet werden. Mehr als die Hälfte wird die Technische Universität Hamburg (TUHH) belegen. So wird das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft von der Harburger Schlossstraße ins HIP umziehen.

Dem Teil eins soll möglichst bald Teil zwei folgen – bis zum Februar 2019 will HC Hagemann den entsprechenden Bauantrag beim Bezirk einreichen. Geplant ist ein mehrgeschossiges Gebäude. Auf der Kanalseite wird das Wahrzeichen des HIP entstehen: Ein 19-stöckiger Turm, dessen elftes Geschoss flächenmäßig etwas kleiner wird. Dadurch wird der viereckige Turm unterbrochen und erhält eine „Wespentaille“.

Mit Kopf – der obere Quader wird etwas größer als der Untere. Insgesamt schafft der zweite Bauabschnitt rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche, die sich ebenfalls Institute der TUHH und innovative Unternehmen teilen werden, ergänzt durch Gastro- und Freizeitangebote. Er soll Ende 2020 fertig sein.

Später sollen zwei weitere Abschnitte folgen

Später folgen zwei weitere Abschnitte: In Phase drei wird voraussichtlich eine bestehende Betonhalle überbaut, um auf 8000 Quadratmetern Entwicklungs- und Büroflächen sowie Labore oder Werkstätten zu schaffen. Der an der Ecke Blohmstraße/Seehafenstraße gelegene HIP IV wird vor allem dem Parken gewidmet. Bei Bedarf könnten dort zusätzlich weitere Entwicklungs- und Büroflächen entstehen.

Der HIP ist so konzipiert, dass sich in den Gebäuden Wirtschaft und Wissenschaft miteinander vernetzen. Flexibel zu nutzende Arbeitsräume und andere Gemeinschaftsflächen sollen dazu führen, dass sich die Nutzer untereinander kennenlernen. „Wir haben eine große Nachfrage an technologieorientierten Unternehmen, die gern in den HIP ziehen wollen“, sagt Staehelin. „Für den ersten Bauabschnitt schauen wir gerade, wie wir sie intelligent platzieren.“

„Innovationen entstehen dort, wo Menschen miteinander reden, forschen und arbeiten“, heißt es auf der Projekt-Website (www.hamburg-innovation-port.com). Und weiter: „Die passende, inspirierende Infrastruktur in kreativer Atmosphäre sorgt dafür, dass das Thema Innovation gelebt wird.“

Innovations-Park

Der HIP ist ein Kernstück der Strategie des Hamburger Senats, den Technologiestandort Harburg zu einem Innovationspark zu entwickeln. Insgesamt 150 Millionen Euro will er in vier solcher Forschungsparks investieren. Neben dem aus mehreren Standorten bestehenden Technologiequartier Harburg sind dies Forschungsstätten in Bahrenfeld, Bergedorf und Finkenwerder.

Die wichtigsten Standorte in Harburg sind der Campus der Technischen Universität, die Forschungs- und Entwicklungsbüros im Binnenhafen, der hit-Technologiepark in Bostelbek.

Grüne Technologien sind ein Schwerpunkt des Innovationsparks Harburg. Dazu zählen die Umwelttechnik, Wasser-/Abwassermanagement und der große Bereich der erneuerbaren Energien. Weitere Schwerpunkte sind Luftfahrt/Maritimes, Medizintechnik sowie die Querschnittsthemen Digitalisierung und Materialwissenschaften.