Harburg
Offensive

Getrennte Garderoben für Feuerwehr

Betty Bergeest im Dienst. Sie engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Rönneburg

Betty Bergeest im Dienst. Sie engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Rönneburg

Foto: Lars Hansen

Für mehr Freiwillige: CDU setzt sich für separate Frauenbereiche ein. In älteren Wachen sind sie so gut wie nie zu finden

Harburg.  Die Harburger CDU setzt sich dafür ein, dass es Frauen leichter fällt, sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Dafür, so der stellvertretende Bezirksfraktionsvorsitzende der Union, Rainer Bliefernicht, müssten auch räumliche Voraussetzungen geschaffen werden: geschlechtergetrennte Umkleideräume und Sanitärbereiche. Ein entsprechender Antrag in der Bezirksversammlung ist gestellt.

„Immer mehr Frauen engagieren sich ehrenamtlich im aktiven freiwilligen Feuerwehrdienst“, sagt Bliefernicht, „dies ist begrüßenswert und muss weiter gefördert werden. Leider mehren sich aber die Beschwerden über fehlende oder unzulänglich getrennte Dusch- und Toilettenbereiche für Frauen in den Feuerwehrhäusern. Es fehlen auch Umkleidemöglichkeiten für weibliche Wehrmitglieder.“

In den neuen Feuerwehrhäusern, welche die Freie und Hansestadt Hamburg seit 2015 nach einheitlichem Standard plant, sind solche Bereiche von vornherein eingeplant. „Bis alle Freiwilligen Feuerwehren die neuen Häuser haben, gehen aber noch Jahrzehnte ins Land“, sagt Bliefernicht, selbst ehemaliger Aktiver der Freiwilligen Feuerwehr Marmstorf.

In der Tat: Bei 86 freiwilligen Wehren in Hamburg ist das Neubauprogramm eine Mammutaufgabe, zumal für jedes neue Gerätehaus erst einmal ein Standort gefunden werden muss. „Um das Ehrenamt zu fördern, sind aber auch in den alten Feuerwehrhäusern geschlechtergetrennte Raumlösungen erforderlich“, sagt Bliefernicht.