Harburg
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Harburger Retter reist mit Hund ins Tsunami-Gebiet

Helfer soll mit seinem Vierbeiner nach Verschütteten suchen. Team bereitet Trinkwasser auf

Harburg. Ein Mitglied der Harburger Rettungshundestaffel ist mit einem großen Team auf dem Weg ins Tsunami-Katastrophengebiet in Indonesien, um dort Erste Hilfe zu leisten und bei der Trinkwasseraufbereitung zu unterstützen. Zu Wochenbeginn hieß es plötzlich: „Einsatz!“ Beide angefragten Hundeführer – neben dem Harburger Experten ist ein Mitglied der Hamburger Hundestaffel beteiligt – meldeten sich kurzfristig an ihren Arbeitsplätzen ab. Das fertig gepackte Einsatzgepäck wurde eingeladen und ab ging es in Richtung Frankfurt. Wer Haus, Hof und Tiere versorgt, das klärten beide nach dem Start der Mission.

Das angefragte Team von I.S.A.R. (International Search ans Rescue) Germany besteht aus einem Dutzend Experten. Sie sollen eine Trinkwasseraufbereitungsanlage und mehrere Generatoren ins Schadengebiet bringen. Jeden Tag kann das Team sechs- bis zehntausend Liter sauberes Trinkwasser für die Opfer der Katastrophe erzeugen. Trinkwasser gehört zu den dringendsten Gütern, die im Katastrophengebiet rund um die Hafenstadt Palu benötigt werden.

Das Team um die Hamburger Hundeführer soll mit Tieren und Technik nach Verschütteten suchen. Erst Anfang September war I.S.A.R. Germany durch die Weltgesundheitsorganisation WHO auch als Emergency Medical Team (EMT) zertifiziert worden. Das bedeutet, dass das Team Patienten in einer feldmäßig eingerichteten Notaufnahme mit mehreren medizinischen Fachrichtungen behandeln kann. Die Helfer aus Hamburg werden zunächst zehn Tage im Einsatz bleiben. Frühestens dann ist mit einer Ablösung aus Deutschland zu rechnen.