Harburg
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„Herzzentrum Süd“: Asklepios baut Klinik aus

Harburg. Die Kardiologie in der Asklepios Klinik Harburg wird erweitert. Mit Dr. Andreas Metzner wird ein renommierter Spezialist für Herzrhythmusstörungen Chefarzt der neuen Schwerpunktabteilung Rhythmologie und Interventionelle Elektrophysiologie.

In der Interventionellen Elektrophysiologie sind in den vergangenen Jahren moderne und hochkomplexe Diagnostik- und Therapieverfahren entwickelt und etabliert worden. Das junge Teilgebiet der Herzmedizin ist spezialisiert auf die Untersuchung des Herzrhythmus und die Behandlung durch Katheterablation. „Bislang haben wir eine enge und sehr gute Kooperation mit der Abteilung für Elektrophysiologie der Asklepios Klinik St. Georg geführt. Doch wir haben gemerkt, dass der Bedarf in der Region Süderelbe dadurch nicht abgedeckt wird. Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Dr. Metzner einen ausgewiesenen Experten für Herzrhythmusstörungen gewinnen konnten. Zukünftig bietet unsere Klinik für Kardiologie das gesamte Spektrum der Herzmedizin an. Wir verfügen dann mit der Abteilung für Herzchirurgie über wesentliche Voraussetzungen für ein gemeinsames Herzzentrum Hamburg Süd“, sagt Philipp Noack, Geschäftsführender Direktor des Asklepios Klinikums Harburg.

In der gemeinsamen Klinik für Kardiologie leitet Chefärztin Dr. Britta Goldmann zukünftig den Bereich „Allgemeine und Interventionelle Kardiologie“, Metzner den neuen Bereich „Rhythmologie und Interventionelle Elektrophysiologie“. Den Schwerpunkt von Metzners Bereich bildet die katheterbasierte Therapie von Herzrhythmusstörungen.

Zum Einsatz kommen in der neuen Sparte neben hochauflösenden dreidimensionalen Mappingsystemen auch der Cryoballon und der Laserballon. Die Anwendung dieser Systeme erfordert ein hohes Maß an Erfahrung und Wissen: Beides bringt der gebürtige Hallenser Metzner mit. 2005 hat er in der Kardiologie an der Asklepios Klinik St. Georg seine Ausbildung zum Facharzt begonnen. Zuletzt war er Oberarzt für den Bereich Elektrophysiologie. Im vergangenen Jahr ist der 41-Jährige für seine wissenschaftliche Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der Deutschen Herzstiftung mit dem Gertrud-Spitz-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Neben der klinischen Arbeit wird Metzner auch in Harburg seine wissenschaftlichen Schwerpunkte im Bereich der Diagnostik und Therapie weiter verfolgen.