Harburg
Winsen

2026 Flüchtlinge leben in Unterkünften im Landkreis

Winsen. In den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises Harburg leben aktuell 2026 Menschen. „Bis Mitte September kamen in diesem Jahr 207 Asylbewerber, die geringste Zahl seit 2014“, so Sozialdezernent Rainer Kaminski. Derzeit würden dem Landkreis von der Landesaufnahmebehörde noch etwa fünf Personen pro Woche zugewiesen. Allerdings rechne er im Zusammenhang mit dem Nachzug von Familien-Nachzug mit einer Verdoppelung der Quote.

Das Gros der Asylsuchenden im Landkreis stammt aktuell aus dem Sudan (30), gefolgt vom Iran (15), Algerien, Irak und der Türkei (je 14), Marokko (13), Guinea und Somalia (je 11) sowie Syrien (10). Migranten kommen unterdessen auch aus China, Georgien, Kolumbien, Ruanda und Russland. Von den insgesamt 2026 Flüchtlingen haben momentan allerdings nur 535 ein dauerhaftes Bleiberecht.

„Aktuell gibt es im Landkreis 57 genutzte Unterkünfte mit 2452 Plätzen“, berichtet Kaminski. Davon seien 23 temporäre Containeranlagen und 34 in festen Häusern oder Wohnungen. Darüber hinaus gäbe es noch Plätze in Hotels. Zehn Unterkünfte mit 372 Plätzen sind im Laufe dieses Jahres aufgegeben worden, weitere 597 werden aktuell nicht genutzt. Die meisten in Hollenstedt (189), Buchholz (152) und Flee­stedt (88). „Im Zuge der Familienzusammenführungen werden im Laufe des kommenden Jahres etwa 270 Personen zu uns kommen“, so Kaminski. Deshalb sollen vor allem 13 dezentrale Unterkünfte mit 222 Plätzen gehalten werden: „Wir glauben, dass eine Unterbringung in solchem Wohnraum für eine Integration der Flüchtlinge besser geeignet ist als zentrale Unterkünfte. Zudem sind sie zumeist günstiger und stellen eine geringere Herausforderung für die örtliche Gemeinschaft dar.“

Unterdessen laufen die Verträge für acht dezentrale Unterkünfte mit insgesamt 464 Plätzen im kommenden Jahr aus. Den größten Anteil hat Tostedt mit zweimal 58 Plätzen, gefolgt von Buchholz (90), Winsen, Hollenstedt und Salzhausen (je 58). Kaminski: „Mit Ausnahme der Tostedter Flüchtlinge werden voraussichtlich alle Flüchtlinge an ihren bisherigen Unterbringungsorten weiterleben können. Das wäre nicht gelungen, wenn wir alle dezentralen Unterkünfte aufgeben hätten.“