Harburg

Geburtshelfer für Unternehmen

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Hochschultochter Tutech Innovation feiert ihr 25-jähriges Bestehen

Harburg.  Seit einem Vierteljahrhundert ist die Tutech Innovations GmbH dafür zuständig, dass viele gute Ideen, die an der Technischen Universität entstehen, ihren Weg in die Praxis finden. Am 7. Oktober 1992 wurde Tutech als hundertprozentige Tochter der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) gegründet. Sie war und ist die erste privatwirtschaftliche Tochter einer deutschen Hochschule, die den Technologietransfer in die Wirtschaft organisieren soll – und Vorbild für ähnliche Gesellschaften, die später an anderen Hochschulen entstanden.

Mit einem Reigen aus Vortragsveranstaltungen hat die Tutech ihr Jubiläumsjahr bereits ausgiebig gewürdigt. Am Dienstagmorgen folgte der Schlussakkord mit gut 100 geladenen Gästen im Channel-Gebäude an der Harburger Schloßstraße 6–12, das viele nur Tutech-Gebäude nennen. Hier sitzen angehende Jungunternehmen, die mit Hilfe der Transfergesellschaft laufen lernen. „Der Tutech gelingt es, dass die Ausgründungen der TUHH gute Ideen tatsächlich zu marktreifen Produkten entwickeln“, lobte Eva Gümbel, Staatssekretärin der Wissenschaftsbehörde. Damit die Hamburger Wirtschaft weiter wachsen könne, seien die TUHH und die Tutech, die auch Gründer aus anderen Hamburger Hochschulen unterstützt, sehr wichtig, betonte Gümbel.

Tutech-Gründerberater Thomas Sperling und Ralf Grote, Leiter der Präsidialabteilung der Technischen Universität, erinnerten an die Anfangsjahre der Jubilarin: „Es gab noch Telefone mit Drehscheiben. Und keine Computer mit Internet. Wir haben den ganzen Tag im Labor gearbeitet, nicht gesurft“, sagte Sperling. Grote, der damals an der TU in der Mikrobiologie forschte, beschrieb den steinigen Weg des Beschaffungswesens: „Wir mussten Aufträge mit gefühlt 24 Durchschlägen schreiben und bei der Verwaltung einreichen. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis wir ein dringend benötigtes Ersatzteil bekamen. Über die Tutech kam es in wenigen Tagen. Auch deshalb arbeiten 85 Prozent unserer Forscher mit der Tutech zusammen.“

Die TUHH sei die einzige Gründerhochschule (eine Hochschule, die Unternehmensgründungen von Absolventen und Studierenden stark fördert) im Raum Hamburg, sagte Ed Brinksma, Präsident der TUHH. „Ich komme von der Universität Twente. Dort werden Unternehmensgründungen schon etwas länger, etwa 35 Jahre lang, gefördert. Daraus sind rund 1000 Firmen hervorgegangen“, sagte der Niederländer. Angesichts der deutlich höheren Wirtschaftskraft Hamburg gebe es hier noch Luft nach oben. Brinksma schloss seine Rede mit den Worten: „Die nächsten 25 Jahre werden noch spannender werden als die vergangenen – ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

( hi )

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