Harburg
Nacht der Lichter

Alles ist erleuchtet – das zieht Tausende nach Harburg

Zur Nacht der Lichter am Freitagabend sah die Harburger Innenstadt ganz anders aus, als gewohnt

Zur Nacht der Lichter am Freitagabend sah die Harburger Innenstadt ganz anders aus, als gewohnt

Foto: Lars Hansen / xl

Rathausplatz bildet Zentrum der Nacht der Lichter. Hobbyläufer und Leistungssportler drehen Runden durch die Farbenpracht.

Harburg.  Beinahe wäre die Stimmung noch schlecht geworden: Nachdem schon das weiße Dinner im August wegen Schlechtwetters ins Wasser gefallen war, drohten auch der Harburger Nacht der Lichter am Freitag Starkregen und Sturmböen.

Aber Sturmtief Fabienne nahm Rücksicht auf die Harburger Termin­planung und beeilte sich, rechtzeitig zur Dämmerung über Harburg hinweggezogen zu sein. „Trotz des schlimmen Wetters am Nachmittag kamen abends 5000 Menschen auf den Rathausplatz, das finde ich großartig“, sagte City-Managerin Melanie Gitte Lansmann.

Der Rathausplatz bildete das Zentrum der diesjährigen Nacht der Lichter, die nun schon zum zweiten Mal nicht im Binnenhafen, sondern in der Innenstadt stattfand. Alle Gebäude rund um den Platz waren fantasievoll in verschiedenen Farben beleuchtet. Verließ man den Rathausplatz allerdings, wurde die Lichtkunst spärlicher und die Verkaufsbeleuchtung heller. Nicht jedes Harburger Geschäft zog bei der Aktion des Citymanagements mit.

In den Fußgängertunneln sorgen DJs für Musik

Phantasievoll beleuchtet waren auf alle Fälle die beiden Fußgängerunterführungen unter dem Harburger Ring, im Volksmund Sandtunnel und Gloriatunnel genannt. Sie waren gleichzeitig Tanzclub mit wechselnden Discjockeys, die für die Beschallung sorgten, und Laufstrecke des Harburger Lichterlaufs.

Der zog noch einmal etwa 1100 Menschen an. Hobbyläufer, Marathonmenschen, Leistungssportler, Fitnessfreunde, Tresenrunden und Firmen­belegschaften begaben sich auf die drei unterschiedlich langen und anspruchsvollen Strecken. Als Staffel, als geschlossene Gruppe, zu zweit oder allein – der Spaß am Laufen und die be­sondere Atmosphäre der Nacht der Lichter zählten. Wer seine Runde be­endet hatte, reihte sich oft bei den weiteren Besuchern vor der Bühne ein und feierte mit, zum Beispiel als der Chor Gospel Train den Abendblatt-Harburg-Song zum Besten gab.

„Diese Nacht der Lichter zeigt, dass Harburg sich weiterentwickelt zu einem sportlichen, weltoffenen und selbst­bewussten Bezirk im Süden der Hansestadt“, resümierte Melanie-Gitte Lansmann.