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Sportplatz Dunkenkuhle wird am Sonntag eingeweiht

Bei genauerem Hinsehen wurde deutlich, wie sehr der Boden und die Regenrinne des Vereinsheims am Sportplatz in Tötensen Wellen schlugen. Das machte die Sanierung notwendig

Bei genauerem Hinsehen wurde deutlich, wie sehr der Boden und die Regenrinne des Vereinsheims am Sportplatz in Tötensen Wellen schlugen. Das machte die Sanierung notwendig

Foto: HA

Sanierung und der jahrelang andauernde Streit um die Finanzierung haben endlich ein Ende gefunden.

Tötensen.  Fast genau ein Jahrzehnt ist es her, seit unter dem Sportplatz Dunkenkuhle in Tötensen eine Mülldeponie zum Vorschein kam und in der Folge der Rasen absackte. Jetzt haben die Sanierung und das politische Fechten um die Finanzierung der neuen Sportanlage ein Ende: Am Sonntag, 23. September, feiern nun die Mitglieder der Turnerschaft Westerhof die Neueröffnung.

Das ist später als ursprünglich geplant: Nachdem der Verein im Frühjahr 2017 der Bauauftrag erteilt hatte, kam es zu Verzögerungen durch das schlechte Wetter. „Weil es stark geregnet hat, war der Boden aufgeweicht und die Arbeiten mussten unterbrochen werden“, sagt Peter Relotius, 1. Vorsitzender der Turnerschaft. Trotzdem habe man die verlorene Zeit 2018 schnell aufholen können. „In dieser Woche werden noch die letzten Arbeiten erledigt. Der Rasen musste ja auch noch wachsen“, so Relotius.

Von nächster Woche an dürfen die Fußballer vom FC Rosengarten wieder auf dem Rasenplatz trainieren – sogar mit Flutlicht. Die Spieler hatten zuletzt die Plätze des TV Vahrendorf und des SC Klecken mitbenutzt, mit denen die TSW kooperiert. Auch die Leichtathleten können ihr Training auf den neuen Laufbahnen aufnehmen. Sie mussten zuletzt abwechselnd auf benachbarte Sportanlagen in Hittfeld und Klecken ausweichen.

Das Sportfest am Sonntag wird also die erste Härteprobe für den Platz. Kinder aus Rosengarten, Seevetal und Harburg können von 10.30 Uhr an in den Leichtathletik-Disziplinen ihr Sportabzeichen absolvieren. Außerdem vergibt die Turnerschaft Westerhof DFB-Fußballabzeichen. Die Veranstaltung hat noch einen anderen wichtigen Grund. „Unser nächstes Vorhaben ist das Vereinshaus. Dafür machen wir einen Sponsorenlauf“, erklärt Relotius.

Für den Sportplatz hatte die TSW im vergangenen Jahr einen Spendenaufruf gestartet. Mit Prognosen, wie viel Geld die Sponsoren einbringen werden, will sich der Vereinsvorsitzende aber zurückhalten. „Wir können in jedem Fall erst danach mit der Planung des Neubaus beginnen, weil wir nur damit anfangen können, wenn die Finanzierung steht.“ Der Verein wird das inzwischen sogar schief stehende Haus wohl abreißen müssen. Aus dem Topf der Gemeinde Rosengarten sollen nun 100.000 Euro für den Bau des Vereinshauses kommen.

Die Gemeinde hatte für den Bau des Sportplatzes bereits 250.000 Euro bereitgestellt. Das dürfte 56 Prozent der Gesamtkosten entsprechen. „Wir haben mit 76.000 Euro vom Landessportbund gerechnet“, sagt Carsten Peters, der erste Gemeinderat. Da der Sportbund aber nicht mehr als rund 15.000 Euro bewilligt hat, trägt er nun mit gerade noch 18 Prozent zum Projekt bei. Die übrigen 26 Prozent übernimmt die Turnerschaft selbst.

„Wir mussten unseren Anteil erheblich aufstocken“, sagt Peters. Von zusätzlichen 15.000 Euro Planungskosten hat die Turnerschaft bereits 11.000 Euro ausgegeben. „Da es ja ein Gesamtprojekt ist, können die übrigen 4000 Euro verschoben und jetzt zunächst für das Haus ausgegeben werden“, erklärt Finanzexperte Peters.

Wie hoch die Schlussrechnung für den Sportplatz Dunkenkuhle ausfallen wird, ist noch nicht bekannt. „Noch ist die Gesamtabrechnung nicht durch“, sagt Relotius.