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Eltern sollen über Zukunft einer Schule abstimmen

Lüneburg.  Über die Zukunft der Johannes-Rabeler-Schule in Lüneburg sollen Ende Oktober Eltern von Kindern mit Förderbedarf abstimmen. Das hat der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. In der Befragung geben Eltern an, ob ihr Kind nach der Grundschule eine allgemeinbildenden Schule besuchen oder an einer Förderschule lernen soll. Entscheidet sich die Mehrheit gegen Inklusion, „könnten wir ab dem Schuljahr 2019/2020 eine fünfte Klasse an der Johannes-Rabeler-Schule einrichten“, sagt Sozialdezernentin Pia Steinrücke. Endgültig geschlossen werden die Türen der Lüneburger Förderschule 2028 – dann läuft die vom Land Niedersachsen gesetzte Frist aus. Kinder mit und ohne Förderbedarf werden dann künftig gemeinsam in allgemeinbildenden Schulen im Sinne der Inklusion unterrichtet werden. Zur Umfrage zugelassen sind Eltern, deren lernbehinderte Kinder derzeit die dritte oder vierte Klasse besuchen. Die Teilnahme ist freiwillig. „Wir hoffen aber, dass viele Eltern mitmachen“, so Steinrücke. Schließlich gehe es um eine wichtige Entscheidung.

Im November sollen die Ergebnisse der Befragung vorliegen. Der Schulausschuss wird sie dann im Dezember auswerten. Sollten sich ausreichend Schülerinnen und Schüler finden, die eine Förderschule besuchen möchten, wird die Stadt bei der Landesschulbehörde einen Antrag stellen. Sonst läuft die Johannes-Rabeler-Schule wie geplant zum Jahr 2022 aus.