Harburg
Harburg

Flaschensammler sorgt für massive Zug-Verspätungen

Harburg. Ein betrunkener Flaschensammler hat am Mittwochmorgen in Harburg für erhebliche Zugverspätungen gesorgt. Gegen 9.30 Uhr war der 52-Jährige im Harburger Bahnhof auf die Gleise geklettert, um dort eine Pfandflasche aufzusammeln. Der Triebfahrzeugführer einer Regionalbahn sah den Mann im Gleis unterhalb der Walter-Dudek-Brücke. Mit einer Schnellbremsung konnte er den Zug noch rechtzeitig zum Halten bringen. Ein Zeuge half dem Alkoholisierten (über 2 Promille) aus dem Gleisbereich. Dort wartete bereits die Bundespolizei. Durch Streckensperrungen kam es zu nicht unerheblichen Verspätungen. Nach Belehrung über sein lebensgefährliches Verhalten wurde der 52-Jährige entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen. Sprecher Rüdiger Carstens: „Leichtsinniges Verhalten kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln nicht nur selbst, sondern auch Helfer und Reisende. Triebfahrzeugführer können nicht ausweichen und trotz Schnellbremsungen oftmals einen Unfall nicht mehr verhindern.“