Harburg
HR-Regional

Alles außer Fisch in der „Fischhalle“

Als der Journalist und Gastronom Werner Pfeifer vor gut einem Jahr das Bistro und Kulturzentrum „Fischhalle“ eröffnete, staunten viele über den gelungenen Umbau – und den ungewöhnlichen Namen. Das historische Gebäude war ganz wenigen alteingesessenen Harburgern bestenfalls als ehemalige Heuerstelle der Harburger Hafenarbeiter ein Begriff. Später war in der Halle eine Autowerkstatt untergebracht, in der so manch’ ein Harburger seinen fahrbaren Untersatz wieder flott gemacht hatte. Aber eine Fischhalle?

„Wir haben einen alten Namen, der in Vergessenheit geraten war, wiederbelebt“, verrät Werner Pfeifer, der das Gebäude von Grund auf saniert und liebevoll restauriert hat. „Ursprünglich war es tatsächlich einmal eine städtische Fischhalle. Ein Altonaer Fischhändler legte damals 1000 Reichsmark drauf – und lagerte hier von 1906 bis 1910 seine Waren.“ Die Geschichte des Hauses ist auf einer Schautafel am Tresen dokumentiert.

Seit der Eröffnung nach dem aufwendigen Umbau im Mai 2017 – für den Werner Pfeifer sogar vom Denkmalschutzamt einen Preis bekommen hat – schätzen die Gäste der „Fischhalle“ vor allem das bunte Kulturprogramm mit viel Live-Musik, Literatur und Tanz. Auch die Harburger Geschichtswerkstatt residiert im historischen Ambiente unter dem hölzernen Dach der „Fischhalle“. Nur Fische gibt es nicht. Mit einer Ausnahme: Matjesbrötchen.

„Fischhalle“, Kanalplatz 16 (Bistro Mi. bis Fr. 12 bis 20 Uhr, Sa. 15 bis 22 Uhr, So. 10 bis 18 Uhr. Variable Öffnungszeiten bei Veranstaltungen)