Harburg
HR-Regional

Nach der Sperrstunde ins „2 nach 4“

Als die Kneipe „2 nach 4“ im Jahr 1982 im Phoenix Viertel eröffnete, galt in Hamburg noch die gesetzlich festgelegte Sperrstunde. Die so genannte Sperrzeit begann um 4 Uhr früh. Spätestens dann machte der Wirt seinen Laden dicht, und die meisten Gäste gingen nach Hause.

Eingeschworene Nachtschwärmer strömten anschließend in die ganz wenigen Kneipen und Etablissements, die eine gebührenpflichtige Ausnahmegenehmigung hatten – und länger ausschenken durften. Ob das „2 nach 4“ dazu gehörte und der Name eine Anspielung auf die „verkürzte Sperrzeit“ ist, wie es im damaligen Amtsdeutsch hieß? Wahrscheinlich ist es, beschwören will es niemand. Schon gar nicht Wirt Bilar, der die schlichte Raucherkneipe erst vor wenigen Monaten als Pächter übernommen hat. „Vielleicht kommt der Begriff ja auch aus der Seefahrt. ,Kein Bier vor Vier’, heißt es dort“, sagt ein Stammgast.

Die Gäste im „2 nach 4“ sind bunt gemischt wie die Bewohner im Phoenix Viertel. „Wir haben hier viele ,Außengeländer’, sagt Wirt Bilar augenzwinkernd. „Und viele Stammgäste, die schon ewig hierherkommen. Meine Tante hat hier schon gefeiert, als Jugendliche. “

„2 nach 4“, Eddelbüttelstraße 23 (täglich ab 10 Uhr, Open End)