Harburg
Winsen

Ärzteversorgung: Kreis Harburg soll Pilotprojekt starten

CDU und Wählergemeinschaft wollen belastbare Zahlen über Zahl und Auslastung der Praxen

Winsen.  Nach einem Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zur ambulanten ärztlichen Versorgung im Landkreis fordert die Kreisgruppe CDU/Wählergemeinschaft in einer Anfrage weitergehende Informationen zum Thema. Die rechnerische Ermittlung zu den Versorgungsraden bei Haus- und Fachärzten liege zwar vor. „Doch trotz der vermeintlich objektiven Zahlen werden wir immer wieder auf ,gefühlte‘ Missstände in verschiedenen Bereichen und Regionen angesprochen. Daher möchten wir diesen Punkt noch einmal durchleuchten“, so CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich Aldag.

Unter anderem will die Gruppe wissen, ob sich die Datenerhebungen auf das Gebiet einer Samt-/Einheitsgemeinde oder Stadt, spezifische Disziplinen und einen bestimmten Zeitraum begrenzen lasse. Von Interesse sei zudem, inwieweit Haus- und Fachärzte im Landkreis auch durch Patienten aus anderen Landkreisen und Hamburg frequentiert würden.

Gefragt wird zudem nach Notdienst-Einsätzen, der Auslastung der beiden Notdienstpraxen in den Krankenhäusern Buchholz und Winsen, dem Stand der Telemedizin sowie den ersten Erfahrungen mit der neuen TerminServiceStelle der KV Lüneburg, die das monatelange Warten auf einen Facharzttermin beenden soll.

Nicht zuletzt erhofft sich die Kreistagsgruppe CDU/WG Antwort auf die Frage, ob der Landkreis Harburg bereit wäre an einem Pilotprojekt teilzunehmen, bei dem es um eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen KV-Notdienst, Rettungsdienst und den Notaufnahmen der Krankenhäuser geht. „Eine geordnete Disposition ist einfach notwendig, um die Ressourcen im Gesundheitswesen optimal einzusetzen“, so Kay Wichmann von der Wählergemeinschaft.