Harburg
Buxtehude

Autoren erzählen über ihre Heimat

Stefan Michaelis (Europe Direct Lüneburg), Hans-Joachim Dammann und Ulrike Mensching (Hansestadt Buxtehude) präsentieren das Programm der Buxtehuder Literaturwochen

Stefan Michaelis (Europe Direct Lüneburg), Hans-Joachim Dammann und Ulrike Mensching (Hansestadt Buxtehude) präsentieren das Programm der Buxtehuder Literaturwochen

Foto: Hansestadt Buxtehude / HANSESTADT BUXTEHUDE

Buxtehuder Literaturwochen behandeln diesmal ein äußerst subjektives Gefühl von Zugehörigkeit.

Buxtehude.  „Jeder hat mehrere Heimaten.“ So erklärt Hans-Joachim Dammann vom Heimat- und Geschichtsverein Buxtehude und einer der Initiatoren die Idee der Buxtehuder Literaturwochen „Heima-t(en)“. Die Lese- und Diskussionsreihe geht Fragen auf den Grund wie „Was ist Heimat?“, „Gibt es nicht eigentlich mehrere Heimaten?“, „Was bedeutet Heimat in unserer heutigen multilokalen Gesellschaft?“ Ganz unterschiedliche Autoren werden ihre Auseinandersetzung mit dem Thema in der Stadtbibliothek Buxtehude und im Kulturforum am Hafen präsentieren.

Der Journalist und Fotograf Oliver Lück, mit dem die Reihe beginnt, hat Menschen und Geschichten in 30 verschiedenen europäischen Ländern gesammelt. Bekannt wurde er durch seine Flaschenpost-Geschichten.

13. September, 20 Uhr, Stadtbibliothek

Hasnain Kazim, Sohn indisch-pakistanischer Eltern aus Hollern-Twielenfleth, setzt sich mit dem deutschen Fremdenhass auseinander in „Post von Karlheinz. Wütende Facebook-Twitter-Mails von richtigen Deutschen und was ich ihnen antworte“

18. September, 20 Uhr, Stadtbibliothek

Der Journalist und Kunsthistoriker Daniel Schreiber meidet das Wort „Heimat“ und findet ein anderes: Sein Buch heißt „Zuhause – Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen“.

21. September im Kulturforum, 20 Uhr

Die Journalistin Hatice Akyün, die von sich behauptet, ihre Integration habe der in ihrer Siedlung haltende Bücherbus vorangetrieben, erzählt mit Ironie, Temperament und Witz aus ihrem deutsch-türkischen Alltag.

25. September, 20 Uhr, Stadtbibliothek

Hella Kemper liest aus dem Buch „Leben am Fluss – Bekenntnisse einer Elbschwimmerin“.

28. September, 20 Uhr, Kulturforum

Beschlossen werden die Literaturwochen durch einen Erzählabend mit Buxtehuder Geflüchteten aus drei Generationen. Ata Shakoor, in Buxtehude geborener Sohn pakistanischer Eltern, die Brüder Othman, geflohen aus dem kurdischen Gebiet Syriens, und Helmut Gretscher, ausgebombt und geflohen am Ende des Zweiten Weltkriegs, berichten von ihren Erlebnissen.

18. Oktober, 20 Uhr, Stadtbibliothek
Eintritt jeweils 12 Euro (Eröffnungs- und Abschlusslesung frei), Karten: Stadtbibliothek Buxtehude, Tel. 04161/999060, und Kulturforum am Hafen, Tel. 04161/502556