Harburg
Finkenwerder

Zu wenig Skipper für alte Segler

MdB Michael Grosse-Brömer will der Traditionsschifffahrt helfen

Finkenwerder.  Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer will sich dafür einsetzen, dass es für die Traditionsschiffe auf der Elbe in Zukunft auch noch genügend Skipper gibt. Grosse-Brömer besichtigte in Finkenwerder den historischen Hochseekutter „Landrath Küster“ und machte sich ein Bild vom Schiff und der Arbeit des Vereins, der das Schiff erhält. Der 1889 in Finkenwerder erbaute Hochseekutter ist das älteste noch fahrende Schiff seiner Art.

Probleme gibt es nach Aussagen des Vereinsvorsitzenden Heinz-Hinrich Meyer bei den Befähigungsnachweisen zum Führen von Traditionsschiffen. Um diese Nachweise erwerben zu können, werden neben einer entsprechenden Ausbildung und der erfolgreich abgelegten Prüfung auch bestimmte Fahrtzeiten auf Segelschiffen benötigt. Durch diese Anforderungen kann es dazu kommen, dass es künftig einen Mangel an qualifizierten Schiffsführern gibt, weil diese Zeiten auf Traditionsschiffen oft nicht abgeleistet werden dürfen, so der Vereinsvorsitzende.

Hier sagte der Bundestagsabgeordnete Unterstützung zu: „Die Traditionsschiffe wurden in den vergangenen Jahren fast ausschließlich von Ehrenamtlichen mit hohen zeitlichem und finanziellem Aufwand erhalten. Dieses Engagement darf nicht durch zu hohe Anforderungen an die ehrenamtlichen Mitglieder gefährdet werden.“