Harburg
Neu Wulmstorf

Die schnellste Straßenplanung Niedersachsens

Täglilch wälzen sich die schweren Lkw durch Elstorf. Die Anwohner sind genervt

Täglilch wälzen sich die schweren Lkw durch Elstorf. Die Anwohner sind genervt

Foto: HA

Die neue B3 als Ortsumgehung ist Modellprojekt zur Planungsbeschleunigung. Wie das funktionieren soll, sagten jetzt die Behörden.

Neu Wulmstorf/Buxtehude.  Wenn in Deutschland große Straßen und Ortsumfahrungen gebaut werden, vergehen von der ersten Idee bis zur Verkehrsfreigabe mittlerweile 15, 20 oder auch mehr Jahre. Bei der geplanten Ortsumgehung Neu-Wulmstorf-Els­torf soll das nun deutlich schneller geschehen. In bereits zehn Jahren sollen nach Vorstellung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf dem dann neuen, etwa acht Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße 3 die ersten Fahrzeuge rollen – obwohl ein genauer Trassenverlauf noch gar nicht feststeht, wie die Planer jetzt bei einer Infoveranstaltung im Rathaus Neu Wulmstorf versicherten.

Das Projekt gilt als Modellversuch zur Planungsbeschleunigung im Land. „In Niedersachsen ist das schon einzigartig, Ortsumfahrungen dauern sonst deutlich länger“, sagte Dirk Möller, Leiter des dafür zuständigen Behörden-Geschäftsbereichs in Lüneburg. Die Hoffnung der Planer auf mehr Tempo ruht dabei auf einer intensiven Bürgerbeteiligung. Schon lange bevor der genaue Straßenverlauf zwischen der ebenfalls geplanten A 26 im Norden und der A 1 bei Rade im Süden feststeht, könnten so Probleme frühzeitig erkannt und idealerweise ausgeräumt werden, sagte Möller. Verzögerungen und mögliche Klagen könnten damit verhindert werden. „Gemeinsam den richtigen Weg finden“ – so lautet dann auch das Motto dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung.

Wie das funktionieren kann, in welchem Rahmen nach eine Trasse gesucht wird und wie man sich die Zeitabläufe vorstellt – darüber informierten Vertreter der Landesbehörde bei der Veranstaltung in Neu Wulmstorf. Erstmals wurde dabei auch der so genannte Suchraum (siehe Karte) präsentiert. Er beginnt im Norden an dem bereits 2011 fertiggestellten neuen B3-Stummel in Neu Wulmstorf, der einmal den Anschluss an die A 26 sicherstellen soll. Ob dann im weiteren Verlauf die neue B 3 rechts oder links herum um Els­torf führen wird, sei noch völlig offen versicherten die Planer. Selbst die genaue Anbindung als zweiter Abschnitt an den B 3-Stummel ist wieder offen, obwohl daran schon länger geplant wurde. Weil der gesamte Verlauf der neuen B 3 nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen ist, dürfe es durch solche früheren Planungen keine „Vorfestlegung“ der Varianten geben, sagte Projektleiterin Annette Padberg: „Wir haben jetzt Planrecht und damit sind wir am Zug.“

Nach dem derzeitigen Zeitplan könne 2020 die endgültige Linienbestimmung abgeschlossen sein. Die offizielle Plan-Genehmigung sehen die Planer dann im Jahr 2024, Baubeginn könne 2026 sein und 2028 schließlich die Freigabe für den Verkehr. Einer älteren Prognose zufolge könnten dann bis zu 14.500 Fahrzeuge über die Straße rollen, davon rund 1500 Lkw. Ein aktuelles Verkehrsgutachten soll aber noch folgen.

Aktuell kartieren und zählen Biologen innerhalb des jetzt festgelegten Suchraumes seltene Tiere und Pflanzen. Sogar mit Unterwasser-Mikrofonen wird dabei mitunter nach kleinen Amphibien gefahndet.

Parallel dazu soll mit der Bürgerbeteiligung sichergestellt werden, dass gerade die Ortskenntnisse der Anwohner in die Untersuchungen und Planungen einfließen können. „Wir hoffen auf Ideen und Hinweise, wo man etwas besser machen kann“, sagte die dafür zuständige Behördenmitarbeiterin Pia Jahn. Dazu soll es neben vielen Infoveranstaltungen auch spezielle „Fachdialoge“ und Arbeitskreise geben, kündigte sie an. Schon jetzt habe sich aber heraus kristallisiert, welche Themen den Bürgern besonders wichtig seien. Das betreffe vor allem Fragen zum künftigen Verkehrsaufkommen und einen möglichen Lärmschutz. Aber auch Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes seien vielen Bürgern der Region wichtig. „Wir müssen uns aber über drei Wahrheiten im Klaren sein“, sagte die Planerin. Es gebe bei solchen Projekten immer auch unterschiedliche Interessen und Ansprüche und nicht alle Ideen würden in die Planung einfließen können. Jahn: „Schließlich muss am Ende das Allgemeinwohl über dem Individualwohl stehen.“

Wie unterschiedlich tatsächlich die Interessen der Bürger sind, zeigte dann auch die abschließende Fragerunde. Da mahnte etwa der Vertreter eines Naturschutzverbandes an, dass man längere Zeiträume brauche, um seltene Tiere wirklich zu finden. Ein anderer Zuhörer sorgte sich indes, ob die Behörde auch schnell genug mit dem notwendigen Landerwerb sei, damit der Bau zügig voran gehen könne.

Wenn in Deutschland große Straßen und Ortsumfahrungen gebaut werden, vergehen von der ersten Idee bis zur Verkehrsfreigabe mittlerweile 15, 20 oder auch mehr Jahre. Bei der geplanten Ortsumgehung Neu-Wulmstorf-Elstorf soll das nun deutlich schneller geschehen. In bereits zehn Jahren sollen nach Vorstellung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf dem dann neuen, etwa acht Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße 3 die ersten Fahrzeuge rollen – obwohl ein genauer Trassenverlauf noch gar nicht feststeht. Das Projekt gilt als Modellversuch zur Planungsbeschleunigung im Land. „In Niedersachsen ist das schon einzigartig, Ortsumfahrungen dauern sonst deutlich länger“, sagt Dirk Möller, Leiter des dafür zuständigen Behörden-Geschäftsbereichs Lüneburg. Die Hoffnung der Planer auf mehr Tempo ruht dabei auf einer intensiven Bürgerbeteiligung. Schon lange bevor der genaue Straßenverlauf zwischen der ebenfalls geplanten A26 im Norden und der A1 bei Rade im Süden feststeht, könnten so Probleme frühzeitig erkannt und idealerweise ausgeräumt werden, sagt Möller. Verzögerungen und mögliche Klagen könnten damit verhindert werden. „Gemeinsam den richtigen Weg finden“ – so lautet dann auch das Motto dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung.

Wie das funktionieren kann, in welchem Rahmen nach eine Trasse gesucht wird und wie man sich die Zeitabläufe vorstellt – darüber informierten Vertreter der Landesbehörde jetzt im Neu Wulmstorfer Rathaus Bürger aus den betroffenen Kommunen. Erstmals wurde dabei auch der so genannte Suchraum (siehe nebenstehende Karte) präsentiert. Er beginnt im Norden an dem bereits 2011 fertiggestellten neuen B3-Stummel in Neu Wulmstorf, der einmal den Anschluss an die A26 sicherstellen soll. Ob dann im weiteren Verlauf die neue B3 rechts oder links herum um Elstorf führen wird, sei noch völlig offen versicherten die Planer. Selbst die genaue Anbindung als zweiter Abschnitt an den B3-Stummel ist wieder offen, obwohl daran schon länger geplant wurde. Weil der gesamte Verlauf der neuen B3 nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen ist, dürfe es durch solche frühere Planungen keine „Vorfestlegung“ der Varianten geben, sagte Projektleiterin Annette Padberg: „Wir haben jetzt Planrecht und damit sind wir am Zug.“

Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die Vorplanung in diesem Fahrt aufnehmen, 2020 könne dann die endgültige Linienbestimmung abgeschlossen sein. Die Planfestellung als offizielle Genehmigung sehen die Planer im Jahr 2024, Baubeginn könne dann 2026 sein und 2028 schließlich die Freigabe für den Verkehr. Einer älteren Prognose zufolge könnten bis zu 14.500 Fahrzeuge über die Straße rollen, davon rund 1500 Lkw. Ein genaues und vor allem aktuelles Verkehrsgutachten soll noch folgen.

Aktuell .....

Parallel dazu soll mit der Bürgerbeteiligung sichergestellt werden, das gerade die Ortskentnisse der Anwohner in die Planung einfließen können- „Wir hoffen auf Ideen und Hinweise, wo man etwas besser machen kann“, sagte die dafür zuständige Behördenmitarbeiterin Pia Jahn. Dazu soll es neben vielen Infoveranstaltungen auch spezielle „Fachdialoge“ und Arbeitskreise geben, kündigte sie an. Schon jetzt habe sich aber heraus kristallisiert, welche Themen den Bürgern besonders wichtig seien. Das betreffe vor allem Fragen zum künftigen Verkehrsaufkommen und einem möglichen Lärmschutz- Aber auch Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes seien vielen Bürgern der Region wicht. Jahn: „Wir müssen uns aber über drei Wahrheiten im Klaren sein“, sagte die Planerin. Es gebe bei solchen Projekten immer auch unterschiedliche Interessen und Ansprüche und nicht alle Ideen werden in die Planung einfließen können. Jahn: „Schließlich muss am Ende das Allgemeinwohl über dem Individualwohl stehen.“

Wie unterschiedlich tatsächlich die Interessen und Kritiken der Bürger an dem Projekt sind, zeigt dann auch die abschließende Frage

Wenn in Deutschland große Straßen und Ortsumfahrungen gebaut werden, vergehen von der ersten Idee bis zur Verkehrsfreigabe mittlerweile 15, 20 oder auch mehr Jahre. Bei der geplanten Ortsumgehung Neu-Wulmstorf-Elstorf soll das nun deutlich schneller geschehen. In bereits zehn Jahren sollen nach Vorstellung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf dem dann neuen, etwa acht Kilometer langen Abschnitt der Bundesstraße 3 die ersten Fahrzeuge rollen – obwohl ein genauer Trassenverlauf noch gar nicht feststeht. Das Projekt gilt als Modellversuch zur Planungsbeschleunigung im Land. „In Niedersachsen ist das schon einzigartig, Ortsumfahrungen dauern sonst deutlich länger“, sagt Dirk Möller, Leiter des dafür zuständigen Behörden-Geschäftsbereichs Lüneburg. Die Hoffnung der Planer auf mehr Tempo ruht dabei auf einer intensiven Bürgerbeteiligung. Schon lange bevor der genaue Straßenverlauf zwischen der ebenfalls geplanten A26 im Norden und der A1 bei Rade im Süden feststeht, könnten so Probleme frühzeitig erkannt und idealerweise ausgeräumt werden, sagt Möller. Verzögerungen und mögliche Klagen könnten damit verhindert werden. „Gemeinsam den richtigen Weg finden“ – so lautet dann auch das Motto dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung.

Wie das funktionieren kann, in welchem Rahmen nach eine Trasse gesucht wird und wie man sich die Zeitabläufe vorstellt – darüber informierten Vertreter der Landesbehörde jetzt im Neu Wulmstorfer Rathaus Bürger aus den betroffenen Kommunen. Erstmals wurde dabei auch der so genannte Suchraum (siehe nebenstehende Karte) präsentiert. Er beginnt im Norden an dem bereits 2011 fertiggestellten neuen B3-Stummel in Neu Wulmstorf, der einmal den Anschluss an die A26 sicherstellen soll. Ob dann im weiteren Verlauf die neue B3 rechts oder links herum um Elstorf führen wird, sei noch völlig offen versicherten die Planer. Selbst die genaue Anbindung als zweiter Abschnitt an den B3-Stummel ist wieder offen, obwohl daran schon länger geplant wurde. Weil der gesamte Verlauf der neuen B3 nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen ist, dürfe es durch solche frühere Planungen keine „Vorfestlegung“ der Varianten geben, sagte Projektleiterin Annette Padberg: „Wir haben jetzt Planrecht und damit sind wir am Zug.“

Nach dem derzeitigen Zeitplan soll die Vorplanung in diesem Fahrt aufnehmen, 2020 könne dann die endgültige Linienbestimmung abgeschlossen sein. Die Planfestellung als offizielle Genehmigung sehen die Planer im Jahr 2024, Baubeginn könne dann 2026 sein und 2028 schließlich die Freigabe für den Verkehr. Einer älteren Prognose zufolge könnten bis zu 14.500 Fahrzeuge über die Straße rollen, davon rund 1500 Lkw. Ein genaues und vor allem aktuelles Verkehrsgutachten soll noch folgen.

Aktuell .....

Parallel dazu soll mit der Bürgerbeteiligung sichergestellt werden, das gerade die Ortskentnisse der Anwohner in die Planung einfließen können- „Wir hoffen auf Ideen und Hinweise, wo man etwas besser machen kann“, sagte die dafür zuständige Behördenmitarbeiterin Pia Jahn. Dazu soll es neben vielen Infoveranstaltungen auch spezielle „Fachdialoge“ und Arbeitskreise geben, kündigte sie an. Schon jetzt habe sich aber heraus kristallisiert, welche Themen den Bürgern besonders wichtig seien. Das betreffe vor allem Fragen zum künftigen Verkehrsaufkommen und einem möglichen Lärmschutz- Aber auch Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes seien vielen Bürgern der Region wicht. Jahn: „Wir müssen uns aber über drei Wahrheiten im Klaren sein“, sagte die Planerin. Es gebe bei solchen Projekten immer auch unterschiedliche Interessen und Ansprüche und nicht alle Ideen werden in die Planung einfließen können. Jahn: „Schließlich muss am Ende das Allgemeinwohl über dem Individualwohl stehen.“

Wie unterschiedlich tatsächlich die Interessen und Kritiken der Bürger an dem Projekt sind, zeigt dann auch die abschließende Frage