Harburg
Projekt

Landkreis Harburg will neue Naturschutzgebiete ausweisen

Sonnenaufgang an der Bunthäuser Spitze in Moorwerder. Hier im Osten der Elbinsel Wilhelmsburg trennen sich Norderelbe (rechts) und Süderelbe. Ein Leuchtturm markiert die Landzunge

Sonnenaufgang an der Bunthäuser Spitze in Moorwerder. Hier im Osten der Elbinsel Wilhelmsburg trennen sich Norderelbe (rechts) und Süderelbe. Ein Leuchtturm markiert die Landzunge

Foto: xl

„Elbeniederung“ und „Tideelbe“schützen Fluss und Uferregionen in Zukunft von der Lüneburger Kreisgrenze bis Hamburg.

Winsen.  Der Landkreis Harburg bereitet derzeit die Neuausweisung der Naturschutzgebiete „Elbeniederung von Avendorf bis Rönne“ und „Tideelbe von Rönne bis Bunthäuser Spitze“ vor. Sie sollen nach den Vorgaben der Fauna-Flora Habitat (FFH)-Richtlinie der Europäischen Union unter besonderen Schutz gestellt werden. Die geplanten Naturschutzgebiete sind Bestandteil des FFH-Gebietes „Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Geesthacht“ sowie im Fall der „Tideelbe“ Bestandteil des FFH-Gebietes „Elbe zwischen Geesthacht und Hamburg“.

Um die Bürger sowie die Kommunen ausführlich über die Planungen zu informieren, lädt der Landkreis Harburg zu zwei Informationsveranstaltungen ein: „Elbeniederung“ am Montag, 13. August, um 18.30 Uhr in der Ernst-Reinstorf-Schule, Wennerweg 1 in Marschacht und „Tideelbe“ am Donnerstag, 23. August, um 18.30 Uhr, in der Schützenhalle Stelle, Penellweg 3.

Detlef Gumz, Leiter der Abteilung Naturschutz und Landschaftspflege des Landkreises Harburg, und seine Mitarbeiter werden die Naturschutzgebiete sowie den Aufbau der Verordnungen vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung. Zudem wird es Informationen zu den Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung geben.

Das geplante Naturschutzgebiet „Elbeniederung von Avendorf bis Rönne“ reicht von der Grenze des Landkreises Lüneburg bis zur Staustufe Geesthacht. Das Gebiet ist geprägt von einer sandigen Flussniederung mit außergewöhnlicher Artenvielfalt in regelmäßig überfluteten Außendeichbereichen sowie in Teilen der eingedeichten Aue.

Das geplante Naturschutzgebiet „Tideelbe von Rönne bis Bunthäuser Spitze“ verläuft von der Staustufe Geesthacht bis zur Hamburger Landesgrenze. Der Süßwasser-Tidebereich der Unterelbe umfasst Wattflächen, Schilfröhrichte, Grünland sowie kleinflächige Weiden-Auwälder und Hochstaudenflure und ist Lebensraum verschiedener Fischarten sowie des Schierlings-Wasserfenchels.

Bei den geplanten Naturschutzgebieten wird berücksichtigt, dass diese seit vielen Jahren auch als Naherholungsgebiete zum Baden und Wandern genutzt werden. So wird es Einschränkungen bezüglich des Badens und Betreten des Gebietes nur in besonders sensiblen Bereichen geben. Hierzu hat die Naturschutzbehörde ein Zonenkonzept erarbeitet. Ebenfalls berücksichtigt werden die an die Naturschutzgebiete angrenzenden Deiche, deren Erhaltung durch die Neuausweisung nicht beeinträchtigt wird.

Die öffentlichen Beteiligungsverfahren für die beiden Naturschutzgebiete wird der Landkreis Harburg von Montag, 13. August, bis Freitag, 5. Oktober, durchführen. Die Entwürfe der Naturschutzgebietsverordnungen inklusive der Begründungen und Gebietskarten werden in diesem Zeitraum beim Landkreis Harburg (Abteilung Naturschutz /Landschaftspflege, Gebäude B, Zimmer -309, Schloßplatz 6 in Winsen ausliegen sowie in den Kommunen Elbmarsch, Winsen, Stelle und Seevetal. Im Netz sind die Unterlagen unter https://www.landkreis-harburg.de/nsgelbeniederung und https://www.landkreis-harburg.de/nsgtideelbe zu finden.