Harburg
Langenrehm

Stellmacher zeigen, wie Holzräder für Kutschen entstanden

Ein Stellmacher erklärt, wie früher Räder aus Holz gefertigt wurden

Ein Stellmacher erklärt, wie früher Räder aus Holz gefertigt wurden

Foto: FLMK

Die neue Museumsstellmacherei Langenrehm erklärt am Sonntag, 19. August, wie sich das Rad seit der Steinzeit entwickelt hat.

Langenrehm.  Das Rad ist noch heute eine der wichtigsten Erfindungen für die Menschen. In der historischen Werkstatt der Museumsstellmacherei Langenrehm lernen die Besucher, wie Räder aus Holz um 1930 gefertigt wurden: Die Stellmacher erklären die einzelnen Arbeitsschritte der Radherstellung.

Anhand von Kutschen, Wagen und Karren aus dem Museumsbestand lernen Kinder und Erwachsene die verschiedenen Konstruktionsweisen und Einsatzgebiete von Rädern kennen: In welchen Bereichen wurden Räder gebraucht und eingesetzt? Was unterscheidet ein Kutschrad von einem Schubkarrenrad? Interessierte entdecken bei einer kurzen Filmvorführung, wie sich das Rad seit der Steinzeit bis heute entwickelte. Bei Führungen durch die Ausstellung im Wohnhaus erfahren Besucher, wie die einstigen Besitzer, die Stellmacherfamilie Peters, in den 1930er-Jahren lebte.

Ein Rahmenprogramm für die ganze Familie rundet den Besuch ab: Kinder und Erwachsene versuchen sich beim Glücksrad und erfahren, wie das beliebte Jahrmarktspiel „Hau den Lukas“ funktioniert. Die Kinder basteln sich einen Kreisel aus Holz. Das Café Peters lockt zum gemütlichen Verweilen bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse oder auf der Deele.

Die Museumsstellmacherei Lan­genrehm zeigt als Museum das traditionelle Handwerk des Stellmachers. Ein Stellmacher fertigte Räder, Wagen, Pflüge und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz. Vor der Motorisierung war seine Arbeit maßgeblich für den Personenverkehr und den Transport von Gütern.

Die Stellmacherei Langenrehm gehörte der Familie Peters. Das Museum veranschaulicht, wie die Familie aus einfachen Verhältnissen Anfang des 20. Jahrhunderts einen erfolgreichen Handwerksbetrieb aufbaute. Die Werkstatt ist komplett im Zustand von etwa 1930 erhalten – inklusive aller Maschinen. Die Ausstellung im Wohnhaus zeigt, wie die Familie Peters früher zusammen lebte und arbeitete.

Museumsstellmacherei, Sonntag, 19. August, 11-17 Uhr, Rosengarten-Langenrehm, Kabenweg, Anfahrt: A261 bis Tötensen und Rosengartenstraße, Bus 4244 ab Harburg und Klecken. Eintritt: 3 Euro für Besucher ab 18 Jahre. Geöffnet an jedem 3. Sonntag im Monat (bis Oktober), für Gruppen auch nach Vereinbarung unter Tel. 0 40/79 01 76-0