Harburg
Landkreis Harburg

Zwei Brände gleichzeitig – Funkenflug entzündet Heuballen

Die Lieferwagen auf dem Firmengelände an der Hoopter Straße wurden von den

Die Lieferwagen auf dem Firmengelände an der Hoopter Straße wurden von den

Foto: Burkhard Giese-Feuerwehren / Burkhard Giese

Flammen bedrohen Gebäude an der Hoopter Straße in Stöckte. Hubschrauber des Feuerwehrflugdienstes unterstützt die Wehren aus der Luft.

Stöckte.  Am Sonnabendmittag bekam es die Feuerwehr an der Hoopter Straße in Stöckte mit gleich zwei Bränden gleichzeitig zu tun. Mit einem Großaufgebot bekämpften die Wehren Stöckte, Hoopte, Winsen und Laßrönne die Brände. Zunächst waren die Wehren zu einer in Flammen stehenden Hecke gerufen worden Dort drohten das Feuer allerdings auf ein benachbartes Gebäude überzugreifen.

Wenige Minuten nach dem ersten Alarm trafen die Einsatzkräfte der Stöckter Wehr an der Brandstelle ein, die nur gut 200 Meter vom Stöckter Feuerwehrhaus entfernt liegt. Eine große schwarze Rauchwolke, die schon von Winsen aus zu sehen war, wies den Wehren dabei den Weg. Der Brand hatte schon auf einen Unterstand, in dem ein Container stand, übergegriffen. Auch die Fahrzeuge eines Betriebes, der sich auf dem Gelände befindet, wurden durch das Feuer bereits in Mitleidenschaft gezogen.

Da Funkenflug nicht zu verhindern war, standen kurz darauf auf einem gut 100 Meter von der ersten Brandstelle entfernten Hof auf der Rückseite eines Stallgebäudes mehrere Strohrundballen in Flammen. An beiden Brandorten wurden die Kräfte der Feuerwehren sofort aktiv. Insgesamt wurden bei dem Feuer drei Personen verletzt, davon ein Feuerwehrmann. Nach der Behandlung durch den Rettungsdienst wurden sie ins Krankenhaus gebracht.

Besondere Gefahr ging von einer Gasflasche aus, die von der Feuerwehr geborgen und gekühlt wurde. Nach gut einer halben Stunde war die erste Brandstelle soweit abgelöscht, dass keine weitere Gefahr der Ausbreitung mehr bestand. Auch die brennenden Rundballen wurden mit einem Gabelstapler auseinander gezogen und gelöscht.

Besonders erschwerend für die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr war die große Hitze an diesem Tag, mit Temperaturen von über 30 Grad. Die Feuerwehrleute wurden ständig mit Getränken versorgt, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers wieder zu regulieren. Nach gut anderthalb Stunden konnten die ersten Wehren aus dem Einsatz entlassen werden.

Das gefährdete Wohnhaus, sowie eine Lagerhalle und ein Container, die in unmittelbare Nähe zum Feuer standen, konnten erfolgreich gegen die Flammen geschützt werden. Beschädigt wurden zwei Fahrzeuge mit einem Unterstand. Auch die Gefahr für das Stallgebäude an der zweiten Einsatzstelle konnte abgewendet werden.

Die Nachlöscharbeiten, besonders der Strohballen zogen sich noch über einen längeren Zeitraum hin. Auch der Feuerwehrflugdienst Niedersachsen kreiste zu dem Zeitpunkt über den Einsatzstellen und überwachte die Lage aus der Luft. Die Meldungen wurden direkt zur Einsatzleitung am Boden übermittelt. Insgesamt waren rund 65 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen im Einsatz.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei aufgenommen. Der Sachschaden wird aug 65.000 Euro geschätzt. Für die Löscharbeiten war die Hoopter Straße komplett gesperrt.