Harburg
Marmstorf

Schüler sammeln Flaschen für Unicef

Immanuel-Kant-Gymnasium unterstützt Trinkwasserprojekte in Afrika

Marmstorf. Die Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums haben im Rahmen ihres Wahlpflichtkurses „Umweltschutz“ in den vergangenen Monaten Pfandflaschen im Wert von 160 Euro gesammelt. Das Geld spenden sie an das Unicef-Projekt „Pfand rettet Leben“, das sich für sauberes Trinkwasser und Hygiene für Kinder in Entwicklungsländern einsetzt. „Wir freuen uns, dass eine solch stattliche Summe zusammengekommen ist“, sagt Lehrerin Isabel Krugenberg, die die Aktion gemeinsam mit den Schülern umgesetzt hat.

Die Idee fiel den Neunt- und Zehntklässlern förmlich ins Auge. „In der Schule fliegen überall Plastikflaschen rum. Die wenigsten Kinder geben sie im Supermarkt ab und recyceln sie“, sagt Isabel Krugenberg. „Bares Geld, das sich in den Räumen ansammelt“, dachten die Schüler. Als ihre Lehrerin mit der Projektidee von Unicef in den Unterricht kam, waren sofort alle 39 Schüler begeistert. In Eigenregie bauten sie Sammeltonnen aus Pappe, Holz, in Form eines Basketballkorbes, die sie in der ganzen Schule aufstellten. Sie verteilten Flyer, hängten Poster auf und informierten die Mitschüler über das Projekt. In regelmäßigen Abständen brachten sie die vollen Müllsäcke zum Supermarkt. Auf diese Weise kamen innerhalb von drei Monaten 160 Euro zusammen.

Darüber hinaus entwickelten die Schüler eigene Ideen zum Klima- und Umweltschutz, nähten aus alten Hemden und Hosen Einkaufstaschen, die Plastiktüten ersetzen sollen und verschenkten sie an Passanten. Auf diese Weise kamen ebenfalls Spenden zusammen. Eine zweite Gruppe von Schülern entwickelte eine Folie aus Leinentuch und Bienenwachs zum Frischhalten von Lebensmitteln. „Die Schüler sollen im Unterricht eigenverantwortlich lernen“, sagt Isabel Krugenberg. „Und sie sollen nicht nur um die Umweltkatastrophen wissen, sondern auch erfahren, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und aktiv handeln können.“

Im kommenden Jahr soll das Projekt weiterlaufen, vorausgesetzt es finden sich ausreichend Schüler, die die Verantwortung dafür übernehmen. Isabel Krugenberg ist zuversichtlich: „Wir sind Klima- und Umweltschule. Da sollte ein solches Projekt selbstverständlich weiterlaufen.“