Harburg
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Hannoversche Straße wird am Sonntag zehn Stunden gesperrt

Seit Jahren wird der Lkw-Verkehr über die betreffende Kreuzung umgeleitet. Nun ist der Asphalt verschlissen und muss erneuert werden

Harburg. Am Sonntag werden die Hannoversche Straße und Seevestraße zwischen der Neuländer Straße und der Alten Seevestraße zehn Stunden lang voll gesperrt. Da diese Strecke hauptsächlich vom Güter- und Berufsverkehr genutzt wird, ist nicht von größeren Störungen durch die Baustelle auszugehen. Interessant ist allerdings der Grund: Der Lkw-Verkehr, der aus dem Harburger Binnenhafen in Richtung Osten fließt, wird seit Jahren über die Seevestraße auf die Hannoversche Straße abgeleitet. Dadurch ist – vor allem im Kreuzungsbereich Seeve-straße/Hannoversche Straße der Asphalt so verschlissen, dass er nun saniert werden muss.

Eigentlich rollt der Verkehr aus dem Binnenhafen über die Neuländer Straße in Richtung Osten. Ursache für die Umleitung über die Seevestraße war die Sanierung der Brücke über den östlichen Bahnhofskanal. Nach ihrer Wiedereröffnung im vergangenen Jahr wurde die Neuländer Straße allerdings nur in Richtung Westen freigegeben. Der Grund dafür ist vielen Harburgern ein Rätsel. Eine Anfrage der Bürgerschaftsangeordneten Birgit Stöver (CDU) und die Antwort des Senats bringen Aufklärung: Die Baustelle im Zuge der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße macht die halbseitige Sperrung nach Meinung der Verkehrsbehörde notwendig. An der Auffahrt Wilhelmsburg Süd kann der Verkehr aus dem Hamburger Hafen derzeit nicht Richtung Norden abbiegen und wird deshalb zunächst über die Hannoversche Straße nach Harburg geführt, um hier in Richtung Norden auf die alte Reichsstraße zu fahren. Dafür wurde die Ampelschaltung an der Neuländer Straße angepasst. Die Harburger Autos würden da nur stören.

Die Abgeordnete ist verärgert: „Das Baustellenmanagement des Senats lässt befürchten, dass der Verkehr auf Harburgs Straßen noch lange stocken wird, wenn bestehende Baustellen nicht aufgehoben und stattdessen immer wieder neue Baustellen aufgerissen werden“, sagt Birgit Stöver.