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Wilhelmsburg

Fünftklässler singen sich zum Fairness-Preis

Musikklasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg belegt ersten Platz des Hinz und Kunzt-Schülerwettbewerbs

Wilhelmsburg. Wie klingt Fairness? Das war die Aufgabe, die die Hamburger Obdachlosenzeitung Hinz und Kunzt beim diesjährigen Schülerwettbewerb AUDIYOU gestellt hatte. Die Klasse 5a – eigentlich ja fast schon die 6a – der Stadtteilschule Wilhelmsburg nahm die Herausforderung an. Immerhin ist sie eine Musikklasse.

Bereits zum achten Mal hatte Hinz und Kunzt einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Über zwanzig Beiträge von Kindern und Jugendlichen zum Thema Fairness wurden 2018 bei der Jury eingereicht.

Die Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler merkten in der Vorbereitungsphase schnell, dass es sich bei „Fairness“ um ein vielschichtiges Thema handelt und jeder eigene Vorstellungen von Fairness hat: „Wir haben uns in sechs Doppelstunden mit dem Thema „Wie klingt Fairness“ beschäftigt. Dabei haben wir gemerkt, wie kompliziert dieses ist„, sagt Musik- und Klassenlehrer Christopher Fendler. „Die Hälfte der Zeit haben wir damit verbracht, kurze Situationen als Hörspiele zu vertonen. Die andere Hälfte der Zeit haben wir kurze Liedtexte zu dem Thema geschrieben und daraus eigene Lieder gemacht. Weil es so viele und unterschiedliche waren, mussten wir uns auf vier Zeilen einigen. Diese sind quasi die Zusammenfassung unserer Ideen.“

Mit ihrem knapp dreiminütigen Audiobeitrag „Wo wir sicher sind“ haben die jungen Schülerinnen und Schüler der 5a nicht nur einen Workshop mit der prominenten Kinderbuchautorin Isabel Abedi gewonnen, sondern auch Lebenserfahrung: „Die Erkenntnis „Fairness ist total kompliziert“ sowie der faire Umgang mit den Ideen der Mitschüler bei der Erstellung des Audiobeitrags sind sicherlich nachhaltig und lehrreich“, sagt Lehrer Fendler.

Kompliziert war auch die Preisverleihung: Weil die 5a an diesem Tag der noch auf Klassenfahrt war, wurde eine Live-Schaltung von den 100 Feier-Teilnehmern im Goldbekhaus zur 5a an die Nordsee gemacht und die Jury wurde Zeuge, wie die Klasse sichtlich aus dem Häuschen geriet

Klassenlehrer Fendler freut sich:: „Dieses Projekt hat uns richtig Spaß gebracht und die Klassengemeinschaft noch stärker werden lassen.“