Harburg
Langenrehm

Von Schubkarren und Pferdekutschen

Ein Stellmacher erklärt sein Handwerk in der Stellmacherei Langenrehm

Ein Stellmacher erklärt sein Handwerk in der Stellmacherei Langenrehm

Foto: FLMK

Die neu eröffnete Museumsstellmacherei Langenrehm ist am Sonntag für Besucher geöffnet.

Langenrehm.  In der neuen Museumsstellmacherei Langenrehm gibt es am Sonntag, 15. Juli, ein vielfältiges Programm rund um Karren und Kutschen: Wie bewegte man sich in der Zeit vor der Motorisierung fort? Wofür wurden Schubkarren und Pferdekutschen früher verwendet? Die Museumsstellmacherei Langenrehm war schon vor 100 Jahren für ihre Schubkarren bekannt.

Am Öffnungstag „Karren und Kutschen“ erfahren Museumsbesucher, wie wichtig die hölzernen Wagen und Räder bis ins 20. Jahrhundert waren. Bei drei Vorträgen lernen sie, in welchen Bereichen Karren und Kutschen früher eingesetzt wurden und entdecken die Funktionsweise der hölzernen Gefährte.

Bevor es Autos und Motoren gab, waren Pferdekutschen notwendig für den Personenverkehr und für den Transport von Gütern. Für kleinere Lieferungen nutzte man Schubkarren. Die Karren und Kutschen aus dem Museumsbestand veranschaulichen die alte Technik. In der historischen Werkstatt schauen Besucher dem Stellmacher beim Kutschen reparieren zu.

Für Kinder gibt es auf dem Stellmacherhof verschiedene Mitmachstationen: Zum Materialpreis von 10 Euro bauen und gestalten sie ihre eigene Spielzeugkarre. Abenteuerlustige testen ihr Geschick bei Seiltanz, Bogenschießen oder Ponyreiten den Heidschnuckenweg entlang der Stellmacherei. Erwachsene versuchen sich an der historischen Handdruckspritze, die früher von der Feuerwehr genutzt wurde. Auf der Deele lockt das Café Peters zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen.

Die Museumsstellmacherei Lan­genrehm zeigt das Handwerk des Stellmachers. Stellmacher fertigten Räder, Wagen, Pflüge und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz. Vor der Motorisierung war ihre Arbeit maßgeblich für das Transportwesen und die Mobilität. Die Stellmacherei Langenrehm gehörte der Familie Peters. Das Museum zeigt, wie die Familie aus einfachen Verhältnissen Anfang des 20. Jahrhunderts einen erfolgreichen Handwerksbetrieb aufgebaut hat. Die Werkstatt ist komplett im Zustand von 1930 erhalten – inklusive Maschinen.

Museumsstellmacherei Langenrehm, Kabenweg, geöffnet Sonntag, 15. Juli, Sonntag, 19. August, 16. September und 21. Oktober. Gruppenführungen nach Vereinbarung unter 040/790 17 60 auch außerhalb der Öffnungszeiten, Eintritt: 3 Euro, Kinder frei