Harburg
Radverkehr

Kreistag für neue Fahrradbügel an Schulen

Fahrräder sind mit Schlössern an Metallbügeln in der Innenstadt gesichert

Fahrräder sind mit Schlössern an Metallbügeln in der Innenstadt gesichert

Foto: Holger Hollemann / dpa

Installation von 1450 Anlagen soll 333.300 Euro kosten. Leader-Regionen müssen noch zustimmen

Kreis Harburg.  Im Landkreis Harburg fehlt es an Abstellbügeln für Fahrräder. Vor allem an den weiterführenden Schulen besteht ein erheblicher Bedarf, wird schon im Regionalen Radverkehrskonzept ausgewiesen. Dem will der Kreis nun zusammen mit den beiden Leader-Regionen Naturpark Lüneburger Heide und Achtern-Elbe-Diek abhelfen. So hat der Kreistag jetzt das Projekt „Bügel your Bike“ einstimmig auf den Weg gebracht. Die Entscheidungen der beiden Leader-Regionen sollen in den nächsten Tagen folgen.

Insgesamt geht es um mehr als 2000 Abstellbügel. 800 von ihnen wurden vom Landkreis erworben und dann an die Städte und Gemeinden weitergegeben. Der Einkaufswert liegt bei rund 30.000 Euro. Vor Ort haben dann die Gemeinden die Kosten für den Einbau übernommen. Fast alle dieser Anlagen können schon genutzt werden.

Weitere 1450 Abstellplätze sind in den beiden Leader-Regionen an den weiterführenden Schulen geplant. In beiden Regionen stehen Fördermittel zur Verfügung und erste Anfragen haben bereits deren grundsätzliches Interesse gezeigt.

Es sollen ausschließlich abgängige und nicht mehr moderne Anlagen ersetzt werden. Die Gebäudewirtschaft des Landkreises favorisiert dabei Reihenabstellanlagen, an denen die Vorderreifen eingeschoben werden können. Die Räder sollen zudem an einem Hauptbügel abgeschlossen werden.

Der Landkreis rechnet mit Gesamtkosten von maximal 333.300 Euro. Darin ist auch der Einbau der einzelnen Abstellbügel einbezogen. Die Leader-Förderung würde bei einer Quote von 60 Prozent rund 200.000 Euro betragen. Grundsätzlich liegt der Höchstbetrag in beiden Regionen bei 100.000 Euro pro Projekt.

Die verbleibenden 133.300 Euro sollen über den Kreishaushalt aufgebracht werden. Vorgesehen ist, sie aus den für 2018 eingeplanten laufenden Zuweisungen an den Betrieb Kreisstraßen für das Radwegekonzept zu entnehmen.

Der Landkreis will – vorbehaltlich der Zustimmung in den beiden LeaderRegionen – die Fördermittelanträge stellen und abwickeln. Federführend für die Ausschreibung und Vergabe der Aufträge wird die Gebäudewirtschaft der Kreisverwaltung sein. Das Bauprogramm soll bis Mitte Juni des kommenden Jahres umgesetzt werden.