Harburg
Tostedt

Tostedt: Amerikanische Faulbrut bei Bienenvolk entdeckt

Veterinärdienst der Kreisverwaltung informiert Imker über mögliche Maßnahmen. Bakterium ist für Menschen ungefährlich

Tostedt.  Bei einem Bienenvolk in Tostedt ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Das wurde bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Um eine Weiterverbreitung der Bienenkrankheit zu vermeiden, hat der Veterinärdienst des Landkreises Harburg einen Sperrbezirk um das betroffene Bienenvolk in Tostedt festgesetzt.

Der Sperrbezirk beginnt in Todtglüsingen und geht in süd-östliche Richtung bis zur Gemeindegrenze Tostedt/Welle sowie bis zum Ortseingang Kampen. Von dort verläuft die Grenze süd-westlich entlang der Ortsbebauung von Kampen bis zur Straße „Am Mühlenberg“ und Tostedter Straße und in Richtung Norden bis „Riepshof“, über die Straßen Tiefenbruch, Baumschulenweg, Im Stocken und Niedersachsenstraße bis zum Ausgangspunkt in Todtglüsingen.

Alle Bienenhalter innerhalb des Sperrgebiets müssen ihre Völker unverzüglich dem Veterinäramt melden. Derzeit werden alle Bienenvölker im Sperrgebiet untersucht. Für die Sperrbezirke gilt: Bewegliche Bienenstände dürfen nicht von ihren Standorten entfernt werden. Bienenvölker, einzelne lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, als Bienenfutter vorgesehener Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Geräte dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Außerdem dürfen keine Bienenvölker oder einzelne Bienen in das Gebiet gebracht werden.

Die Amerikanische Faulbrut befällt lediglich Bienen. Die Ansteckungsgefahr unter den Bienenvölkern ist sehr groß, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig bekämpft wird. Durch befallene Völker können für Imker hohe wirtschaftliche Verluste entstehen. Für Menschen und andere Tiere ist das Bakterium allerdings völlig ungefährlich.

Fragen zum Sperrgebiet und zur den möglichen Bekämpfungsmaßnahmen der Bienenerkrankung beantwortet der Veterinärdienst der Kreisverwaltung unter der Telefonnummer 04171/69 34 66.