Harburg
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Naturkundler erklären Harburgs grüne Schätze

 Das größte Vorkommen in Deutschland, der unter Naturschutz stehenden Schachbrettblume befindet sich im Naturschutzgebiet Untere Seeveniederung auf dem Junkernfeld in Seevetal

Das größte Vorkommen in Deutschland, der unter Naturschutz stehenden Schachbrettblume befindet sich im Naturschutzgebiet Untere Seeveniederung auf dem Junkernfeld in Seevetal

Foto: lenthe/touristik-foto.de / HA

Vielfältige Exkursionsangebote im Süderelbraum am „Langen Tag der Stadtnatur“. Loki-Schmidt-Stiftung organisiert das Programm.

Harburg.  Mehr als 200 Veranstaltungen fordern die Einwohner der Metropolregion Hamburg auf, sich am kommenden Wochenende beim „Langen Tag der Stadtnatur“ unter kundiger Führung in die städtische Wildnis zu begeben. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat das Programm organisiert, unterstützt von zahlreichen Naturschutzverbänden und einigen Sponsoren. Rund 20 Ziele präsentieren Naturräume der Süderelb­region.

Während die Kanutouren auf der Alten Süderelbe bereits ausgebucht sind, lässt sich das Gebiet noch zu Fuß erkunden. Die Exkursion führt zum Mühlensand im Naturschutzgebiet „Finkenwerder Süderelbe“. Mehrere Teiche (ehemalige Kleientnahmestellen für den Deichbau) bieten hier einen Lebensraum für Wasservögel und im Röhricht lebende gefiederte Sänger (Sa., 12–15 Uhr, Veranstaltungscode: XN409).

Fans von Harry Potters Eule Hedwig sollten die abendliche Wanderung durch die Fischbeker Heide nicht versäumen: Dort lassen sich in der Dämmerung oft Schleiereulen sehen. Mit etwas Glück gelingt sogar per WLAN-Kamera ein Blick in die Kinderstube der Eulen (Sa., 21–23 Uhr, Code NA411). In der „großen“, der Lüneburger Heide ist ebenfalls eine naturkundliche Wanderung angesetzt. Sie führt zunächst durch das Büsenbachtal. Hier können Reptilienarten wie die Schlingnatter regelmäßig beobachtet werden. Auch über die Entwicklungsgeschichte der Heide, die Probleme der Heidepflege und die Waldwirtschaft werden die Teilnehmer informiert (Sa., 10–16.30 Uhr, Code XCC08).

Kinder ab sieben Jahre können an dem Wochenende eine Nacht in einem Buchenwäldchen in den Harburger Bergen verbringen. Abends gibt es ein Lagerfeuer, und am Morgen wird früh aufgestanden, um das Erwachen des Waldes zu erleben (Sa., ab 18 Uhr, Code: WJ407). Einen „Doppelten Brückenschlag“ verspricht eine Wanderung an der Süderelbe in Harburg und Wilhelmsburg. Hier bieten sich kontrastreiche Eindrücke vom Harburger Binnenhafen bis zu weitgehend naturnahen Elbufern (Sa., 12–17 Uhr, Code: WH410)

Die Seeveniederung ist das Ziel einer Exkursion am Sonntag (8–12 Uhr). Einst ein weitläufiges Überschwemmungsgebiet, wurden die Seeve und ihr Umfeld nach 1962 vom direkten Einfluss der Elbe abgetrennt. Später entstanden hier der Rangierbahnhof Maschen und im Zuge der Baumaßnahmen zwei große Baggerseen inmitten der Flussniederung. Wie sich die Natur dadurch verändert hat, steht im Vordergrund der Wanderung durch das EU-Schutzgebiet (Code: WEC07).

Auch die Luheniederung wird erkundet, im Rahmen einer „NABU-Storchen-Radtour“. Die Storchenbetreuer radeln mit ihrer Gruppe entlang der Horste nach dem Start in Winsen über die Elborte Stöckte, Laßrönne und Drage (So 10–15 Uhr, Code: FEC05). Eine weitere Tour spannt den Radwanderbus mit ein: An beiden Veranstaltungstagen gibt es je eine geführte Bus-Tour von Karoxbostel ab 14.12 Uhr durch die Winsener Elbmarsch über den S-Bahnhof Bergedorf zurück bis Karoxbostel.

An jeder der mehr als 30 Haltestellen der Strecke kann zugestiegen werden (Busrunde ab Bergedorf: 12.55–15.33 Uhr, einstündiger Aufenthalt bis zur nächsten Busrunde, Code FEC06).

Die Veranstaltungen werden auf der Internetseite www.tagderstadtnaturhamburg.de näher beschrieben und sind dort auch zu buchen. Alternativ unter der Hotline 040 280 55 888