Lüneburg

Leuphana Uni bekommt 300.000 Euro für Lehrkonzept

Lüneburg. Der Bereich Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Leuphana Universität Lüneburg erhält vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 300.000 Euro für die Entwicklung eines Konzepts zur Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Ausbildung von Lebensmitteltechnikern. Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Projekts „Nachhaltige Resonanzräume in der Lebensmittelindustrie“ wollen Prof. Dr. Andreas Fischer und Mitarbeiter Harald Hantke Wege finden, um systemisches, vernetztes Denken und dessen Anwendung in die Ausbildung für die Lebensmittelwirtschaft zu integrieren.

Die Lebensmittelbranche stellt mit rund fünf Millionen Beschäftigten den viertgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands dar. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten um die ökologischen und sozialen Grenzen des Wachstums sieht sich auch diese Branche mit der Anforderung konfrontiert, nachhaltiger zu wirtschaften. „Gedanken der nachhaltigen Entwicklung finden aber bislang im Ausbildungsalltag der Branche kaum Beachtung“, sagt Professor Fischer. Er sieht jedoch eine Vielzahl von Ansatzpunkten, um nachhaltiges Denken und Handeln stärker in der Ausbildung zu verankern.

Auf der Basis frei erhältlich Lehr- und Lernmaterialien wollen die Wissenschaftler Lernaufgaben entwickeln, die Ausbildender und Auszubildende in die Lage versetzen, die zum Teil widersprüchlichen Anforderungen in ihre Entscheidungsprozesse zu integrieren.

Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen sollen, so wünschen es sich die Wissenschaftler, auch Eingang in die einschlägigen Ausbildungsordnungen finden.

Für das Projekt arbeiten Fischer und Hantke mit der Sustainable Food Academy Berlin zusammen. Praxispartner sind unter anderem die Bohlsener Mühle, Harry Brot und die Uelzena eG.

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