Harburg
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800 Besucher beim Innovations-Treffen im Binnenhafen

Hamburg Innovation Summit v. l.: Christoph Birkel (Hit-Technopark), Arne Weber (HC Hagemann), Martin Mahn TuTech Innovation GmbH)

Hamburg Innovation Summit v. l.: Christoph Birkel (Hit-Technopark), Arne Weber (HC Hagemann), Martin Mahn TuTech Innovation GmbH)

Foto: Katharina Geßler / HA

Motto: „Von wegen nur Gucken“. Wirtschaftssenator Wolfgang Horch war der erste, der Prototypen ausprobierte.

Harburg.  Mit gut 800 Besuchern und 60 Ausstellern ging der Hamburg Innovation Summit gestern in die dritte Runde. Die Messe im Speicher am Kaufhauskanal versteht sich als Plattform für die Vernetzung von Visionären aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Schirmherr ist Hamburgs neuer Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Und da sich die Hansestadt fest vorgenommen hat, Europas Innovations-Hauptstadt zu werden, hatte er gleich zwei Botschafter an seiner Seite: Wissenchaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sowie den parteilosen Wirtschaftssenator Frank Horch.

Der übernahm die Eröffnung und machte während eines Rundgangs aus seiner Freude keinen Hehl: „Ich kenne hier alle.“ Doch nicht nur das gefiel ihm, auch ausprobieren war erlaubt. Denn die Aussteller – vom Startup über Wissenschaft und Forschung bis hin zum Großunternehmen – präsentierten Trends, Innovationen und die Zukunft der Technik, alles unter dem Motto: „Von wegen nur Gucken – Innovationen für alle Sinne“. Will sagen, Prototypen durften die Gäste gerne testen. Der Senator ließ sich nicht lang bitten.

Er setzte sich hinters Steuer des ersten autonom fahrenden Elektro-Rennwagens, entwickelt vom Team e-gnition der TUHH, versuchte sich am Flugsimulator und testete in der Führerkabine eines Baggers eine Technik, die es möglich macht, den Lärm beispielsweise in Bau- oder Landmaschinen so zu dimmen (ohne Kopfhörer!), dass nicht nur Unterhaltungen mühelos möglich sind, sondern auch das Unfallrisiko und den Stress vermindert werden. Gestern schien es zu funktionieren, denn Horch zeigt sich danach gleichermaßen beeindruckt und entspannt.

Um auch dem letzten Besucher dieser Expo klarzumachen, wie innovativ der Standort rund um den Kaufhausspeiche ist, hatten die Organisatioren unter Einbindung des benachbarten DLR-Institutes (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) sowie des Bauunternehmen HC Hagemann von Arne Weber mit seinem Bauprojekt des Hamburg Innovations Port eine Art HHIS-Campus geschaffen, und damit eine Brücke zwischen alt und neu. (kg)