Harburg
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Gratis Trinkwasser: Neue Liberale wollen Auffüllstationen

Bezirksverwaltung soll Möglichkeiten ausloten. Projekt Refill hat bereits erste Anhänger im Bezirk und auch im Landkreis Harburg

Harburg. Die Neuen Liberalen Harburgs haben das Wohl der Allgemeinheit und den Schutz der Umwelt im Blick. Sie wünschen sich für den Bezirk Trinkbrunnen, Zapfstellen oder Auffüllstationen, die es Harburgern erlauben, die eigenen Flaschen oder Becher mit frischem Trinkwasser aufzufüllen, kostenlos und umweltbewusst – zum Beispiel an der Außenmühle.

Die drei Bezirksabgeordneten sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl, der zudem das Gesundheitsbewusstsein stärkt und zur Müllervermeidung beiträgt. Mit ihrem Antrag wollen sie erreichen, dass „ein sachkundiger Vertreter“ der Bezirksverwaltung im Regional- oder Gesundheitsausschuss Auskunft gibt, wo in Harburg solche Trinkwasserstationen installiert werden könnten. „Ebenso ist zu klären, ob für die Einrichtung Kooperationen mit Hamburg Wasser oder anderen Unternehmen in Frage kommen“, heißt es in dem Antrag.

Mit ihrem Vorstoß greifen die Neuen Liberalen auch eine Idee auf, der die Hamburgerin Stephanie Wiermann im vergangenen Jahr mit ihrem Projekt Refill für kostenloses Trinkwasser zum Nachfüllen Leben einhauchte. Statt ständig neue Plastikflaschen für den Durst unterwegs zu kaufen, kann man sich auf einer interaktiven Karte anzeigen lassen (refill-hamburg.de), wo es Gratiswasser zum Auffüllen gibt.

Ein Blick auf besagte Karte ergibt: In Harburg gibt es kostenloses Trinkwasser beim Eisenbahnbauverein Harburg eG an der Rosentreppe 1 a in Wilstorf – und im Binnenhafen, bei Friseur hair lounge an der Harburger Schloßstraße 9. Und auch im Landkreis Harburg hat die Idee bereits Anhänger: Kostenloses Trinkwasser gibt es in Rosengarten bei natürlich imke an der Harburger Straße 26 und in Seevetal beim Wasserbeschaffungsverband Harburg an der Maschener Straße 49. Ein blau-weißer Aufkleber zeigt jeweils an, wo es kostenloses Wasser gibt. Das Netz der Refill-Auffüllstationen ist mittlerweile auf 1400 Stationen in mehr als 60 deutschen Städten angewachsen.

Stephanie Wiermann, die als Grafikdesignerin arbeitet und ihre Kampagne ehrenamtlich betreut, war bei einer Reise ins britische Bristol auf die dortige Aktion „Refill“ aufmerksam geworden – und sofort begeistert.